Landkreis Cham Landkreis Cham

Klimaschutzmanagement

Klimaschutz im Landkreis Cham

„Ambitition, action and acceleration“ – unter dieser Überschrift fand die diesjährige (2021) Weltklimakonferenz in Glasgow statt. Dieses Motto ist ein zentrales Anliegen im Vorgehen gegen den Klimawandel - ehrgeiziges, schnelles und vor allem konkretes Handeln. Der Klimawandel stellt eine globale Herausforderung dar, wobei die Auswirkungen dessen auch bereits lokal über Extremwetterereignisse zu spüren sind. Direkte Gegenmaßnahmen können und sollen insbesondere auf kommunaler Ebene ergriffen werden. Diesbezüglich hat der Landkreis Cham seine Verantwortung sehr ernst genommen und bereits in den letzten Jahren eine bedeutende Vorarbeit geleistet.

Mit der Beteiligung der privaten, wirtschaftlichen und kommunalen Ebene kann der Landkreis Cham bereits einen Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung von rund 68% vorweisen. Als Unterstützung dafür wurde beispielsweise das Zukunftsbüro gegründet, welches individuelle Förderberatungen zu Erneuerbaren Energien für Bürger und Unternehmen anbietet. Außerdem wurde ein Solarpotenzialkataster für den Landkreis eingerichtet. Bereits 2010 wurde eine Bürger-Energiegenossenschaft gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Anteil der regenerativen Energien im Landkreis zu erhöhen. Die Visualisierung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird im Landkreis über den Energiemonitor gelöst und ermöglicht eine Echtzeit-Darstellung der aktuellen Zusammensetzung des Strommix im Landkreis. Eine wichtige Grundlage für die weitere energetische Betrachtung des Landkreises und der dazugehörigen Kommunen wird der digitale Energienutzungsplan 2021/2022 sein, welche aktuell erstellt wird. Auch in weiteren Bereichen, wie z.B. ÖPNV, Landwirtschaft oder auch innerhalb der Verwaltung nimmt das Thema Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert im Landkreis Cham ein.

Die aufgeführten Beispiele zeigen, dass bereits aktiv gehandelt wird und gleichzeitig das Bestreben zu weiteren Maßnahmen besteht. Durch die Schaffung der Stelle eines Klimaschutzmanagers und die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes werden weitere wichtige Meilensteine in der Nachhaltigkeitsstrategie des Landkreises erreicht.


Förderprojekt

Das Erstellen eines integrierten Klimaschutzkonzeptes und der Einsatz eines Klimaschutzmanagers werden über die „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld“ (Kommunalrichtlinie) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Titel: KSI: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes im Bereich der eigenen Zuständigkeiten

Projektlaufzeit: 01.10.2021 – 30.09.2023

beteiligte Partner:

  • Kreiswerke Cham
  • Fördergeber:
    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
    Projektträgerschaft:
    bis 31.12.2021: Projektträger Jülich (PtJ)
    ab 01.01.2022: Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Förderkennzeichen: 03K16077

Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Mittelpunkt des Förderprojektes ist die Ausarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Cham. Folgende Handlungsfelder sollen dabei intensiver betrachtet werden:

  • Liegenschaften
  • Mobilität
  • Beschaffung
  • IT-Infrastruktur
  • Nutzung von Wasserstofftechnologien

Für diese Bereiche wird zunächst eine Ist-Analyse durchgeführt, anhand derer eine Energie- und THG-Bilanz erstellt wird. Durch eine Potentialermittlung und Szenarienbetrachtung werden Zielfestsetzungen und Maßnahmenvorschläge ausgearbeitet. Insbesondere steht auch die konkrete Umsetzung erster Maßnahmen und die Beteiligung der Öffentlichkeit im Fokus des Projektes.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: https://www.bmu.de/
Nationale Klimaschutzinitiative: https://www.klimaschutz.de/
Projektträger Jülich: https://www.ptj.de/
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft: https://www.z-u-g.org/


Kontakt

Sylvia Bauer
Klimaschutzmanagerin
Tel. +49 (9971) 78-865
e-Mail: sylvia.bauer@lra.landkreis-cham.de

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