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Ausbildungsförderung

Allgemeine Ausbildungsförderung

1. Rechtsgrundlagen - Stand 01.08.2020
Leistungen im Rahmen der "Allgemeinen Ausbildungsförderung" werden nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) und nach dem Bayerischen Ausbildungsförderungsgesetz (BayAföG) gewährt.

2. Zweck der Ausbildungsförderung
Für die Dauer einer schulischen Ausbildung soll zugunsten der Auszubildenden (Schüler) eine finanzielle Absicherung erfolgen. Die Leistungen nach dem BAföG haben die Zweckbestimmung, den Lebensbedarf des Schülers zu sichern.

3. Anspruchsberechtigte
Die Ausbildungsförderung wird gewährt:

  1. Deutschen im Sinne des Grundgesetzes
  2. heimatlosen Ausländern
  3. Ausländern, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben und als Asylberechtigte nach dem Asylverfahrensgesetz anerkannt sind
  4. anderen Ausländern nach jeweiliger Entscheidung des Amtes für Ausbildungsförderung

4. Förderungsfähige Ausbildungen und Höhe des monatlichen Bedarfs bei Bewilligungszeiträumen ab 01.08.2020

Ausbildungsstätte

Bedarf, wenn der Auszubildende bei seinen Eltern wohnt

Bedarf, wenn der Auszubildende nicht bei seinen Eltern wohnt

Gymnasien Klassen 5 bis 13

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585,00 €

Realschulen Klassen 5 bis 10

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585,00 €

Wirtschaftsschulen (zwei-, drei- und vierstufig)

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585,00 €

 

Berufsfachschulen und Fachschulen ohne abgeschlossene Berufsausbildung als Zugangsvoraussetzung, die zu einem Berufsabschluss führen und mind. 2 Jahre dauern

247,00 €

585,00 €

 

Berufsfachschulen und Fachschulen ab Klasse 10 (einschließlich Wirtschaftsschulen, Berufsgrundschuljahr und Berufsvorbereitungsjahr), die zu keinem Berufsabschluss führen und/ oder weniger als zwei Jahre dauern

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585,00 €

 

Fachoberschulen ohne abgeschlossene Berufsausbildung als Zugangsvoraussetzung (FOS)

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585,00 €

 

Fachoberschulen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, Berufsoberschulen, Kl. 11, und Abendrealschulen (BOS 11)

448,00 €

681,00 €

Fachschulen mit abgeschlossener Berufsausbildung als Zugangsvoraussetzung und Fachakademien für Sozialpädagogik

454,00 €

723,00 €

Kollegs, Berufsoberschulen (BOS 12/13)und Abendgymnasien

454,00 €

723,00 €

Höhere Fachschulen, Akademien und Fachakademien (ohne Fachakademien für Sozialpädagogik)

483,00 €

752,00 €

 

Als zusätzliche Leistungen werden ggf. gewährt:

Krankenversicherungszuschlag: bis zu 84,00 €

Pflegeversicherungszuschlag: 25,00 €

 
5. Altersgrenze
Ausbildungsförderung wird in der Regel nicht geleistet, wenn der Auszubildende bei Beginn des Ausbildungsabschnitts, für den er Ausbildungsförderung beantragt, das 30. Lebensjahr bereits vollendet hat. Ausnahmen können persönliche oder familiäre Gründe sein, wenn der Auszubildende gehindert war, den Ausbildungsabschnitt rechtzeitig zu beginnen.

6. Einkommen
Maßgebend für die Einkommensermittlung sind die Einkünfte der Eltern im vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraumes (Ausnahme: elternunabhängige Förderung z. B. beim Besuch der BOS 12 u. 13).

Für die Anrechnung des Einkommens des Auszubildenden sind die Einkommensverhältnisse im Bewilligungszeitraum maßgebend. Monatlich sind 450,- € anrechnungsfrei (Minijob).

7. Vermögen 
Das Vermögen des Auszubildenden wird angerechnet, soweit es 8.200,00 € übersteigt. Dieser Betrag erhöht sich für den Ehegatten sowie für jedes Kind des Auszubildenden um jeweils 2.300,00 €.

8. Zuständigkeit 
Für die Entscheidung über die Ausbildungsförderung ist grundsätzlich das folgende Amt für Ausbildungsförderung zuständig:  

  1. bei einem Studium an Hochschulen und Fachhochschulen: das Amt für Ausbildungsförderung beim Studentenwerk am Sitz der Hochschule
  2. bei einer Ausbildung an Abendgymnasien, Kollegs, Berufsoberschulen Kl. 12 und 13, Höheren Fachschulen, Akademien und Fachakademien (ohne Fachakademien für Sozialpädagogik) das Amt für Ausbildungsförderung beim Landratsamt oder der kreisfreien Stadt, in deren Zuständigkeitsbereich die Ausbildungsstätte liegt;
  3. bei einer Ausbildung an sonstigen Schulen (Berufsfachschulen, Fachakademien für Sozialpädagogik, Berufsoberschulen Kl. 11): das Amt für Ausbildungsförderung beim Landratsamt oder der kreisfreien Stadt, in deren Zuständigkeitsbereich die Eltern ihren ständigen Wohnsitz haben. 
  4. beim Besuch einer Fachschule: das Amt für Ausbildungsförderung, in dessen Bezirk der Auszubildende seinen ständigen Wohnsitz hat.

9. Antrag 
Ausbildungsförderung wird grundsätzlich nur vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Ausbildung aufgenommen wird, frühestens jedoch ab dem Monat, in dem der Antrag schriftlich beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung eingeht. Rückwirkend wird Ausbildungsförderung nicht geleistet.

Anträge können unter http://www.verwaltung.bayern.de/portal/by/ServiceCenter/BAfoeG/BAfoeGonline auch online gestellt werden.

Aufstiegsfortbildungsförderung (sog. "Aufstiegs-BAföG")

Stand: 01.08.2020

1. Rechtsgrundlage

Leistungen im Rahmen der "beruflichen Aufstiegsfortbildung" werden nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gewährt.

2. Zweck der Aufstiegsförderung

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) verfolgt die Ziele, die berufliche Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen und Existenzgründungen zu erleichtern. Das Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung – grundsätzlich in allen Berufsbereichen, und zwar unabhängig davon, in welcher Form sie durchgeführt wird (Vollzeit/Teilzeit/schulisch/außerschulisch/mediengestützt/Fernunterricht).

3. Anspruchsberechtigte

Die Ausbildungsförderung wird gewährt:

  • Deutschen im Sinne des Grundgesetzes
  • heimatlosen Ausländern
  • Ausländern, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben und als Asylberechtigte nach dem Asylverfahrensgesetz anerkannt sind
  • anderen Ausländern nach jeweiliger Entscheidung des Amtes für Ausbildungsförderung

4. Förderungsfähige Maßnahmen

Gefördert werden Bildungsmaßnahmen, die fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche Prüfungen nach der Handwerksordnung, dem Berufsbildungsgesetz oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten. Darüber hinaus sind auch Fortbildungen in den Gesundheits- und Pflegeberufen nach den Richtlinien der Deutschen Krankenhausgesellschaft und Fortbildungen auf der Grundlage staatlich genehmigter Prüfungsordnungen an anerkannten Ergänzungsschulen förderfähig.

Der angestrebte Abschluss der Qualifizierungsmaßnahme muss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- und Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen.

Maßnahmen sind förderungsfähig, wenn sie

1. in Vollzeitform
mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen, innerhalb von 36 Kalendermonaten abschließen und wenn in der Regel in jeder Woche an vier Werktagen Lehrveranstaltungen mit einer Dauer von mind. 25 Unterrichtsstunden stattfinden

2. in Teilzeitform
mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen, innerhalb von 48 Kalendermonaten abschließen und im Durchschnitt mindestens 18 Unterrichtsstunden je Monat stattfinden (Teilzeit-Fortbildungsdichte)

5. Art der Förderung

Maßnahmebeitrag
Bei Vollzeit- und Teilzeitmaßnahmen ist zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren ein einkommens- und vermögensunabhängiger Maßnahmebeitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Gebühren, höchstens jedoch 15.000 € vorgesehen. Er besteht aus einem Zuschuss in Höhe von 50 %, im übrigen aus einem zinsgünstigen Bankdarlehen über die KfW-Bank bei dem ein Darlehenserlass bei erfolgreich abgelegter Prüfung möglich ist.

Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt
Teilnehmer an Vollzeitmaßnahmen erhalten einen monatlichen einkommens- und vermögensabhängigen Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt als Vollzuschuss.

Prüfungsstück
Die notwendigen Kosten der Anfertigung des Prüfungsstücks (sog. Meisterstück oder eine vergleichbare Prüfungsarbeit) werden bis zur Hälfte, höchstens jedoch bis zu einer Höhe von 2.000,00 € mit 50 % Zuschuss und 50 % Darlehen gefördert.

Darlehen
Die Darlehen sowohl für den Unterhalts- als auch für den Maßnahmebeitrag sind während der Fortbildung und während einer anschließenden Karenzzeit von zwei Jahren – längstens jedoch sechs Jahre – zins- und tilgungsfrei.

Wahlmöglichkeit
Beim Besuch einer Fachschule oder Fachakademie besteht die Wahlmöglichkeit zwischen dem BAföG und dem AFBG.

6. Vermögen

Das Vermögen des Auszubildenden wird angerechnet, soweit es 45.000,00 € übersteigt. Dieser Betrag erhöht sich für den Ehegatten und für jedes Kind des Maßnahmeteilnehmers um jeweils 2.300,00 €.

7. Antrag

Der Maßnahmebeitrag muss spätestens bis zum Ende eines Maßnahmeabschnitts beantragt werden. Maßgebend ist der letzte Unterrichtstag.
Als Nachweis für die Prüfungsgebühr ist die Originalrechnung einzureichen.
Der Unterhaltsbeitrag wird von Beginn des Monats an geleistet, in dem mit dem Unterricht tatsächlich begonnen wird, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an.

8. Zuständigkeit

Anträge auf Förderung nach dem AFBG sind bei den Ämtern für Ausbildungsförderung bei den Landratsämtern und kreisfreien Städten auf den dort erhältlichen Antragsformblättern zu stellen.

Örtlich zuständig ist in Bayern das Amt für Ausbildungsförderung, in dessen Bereich der Antragsteller seinen ständigen Wohnsitz hat.

Aktuelles

Sie können Ihre Anträge auch digital signiert einreichen.

Schüler, die eine Berufsfachschule, Fachschule, Fachakademie oder Berufsoberschule besuchen, haben einen grundsätzlichen Anspruch auf Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Die Höhe der Förderung ist abhängig vom Einkommen der Eltern (außer beim Besuch der Klassen 12 und 13 der Berufsoberschule) sowie vom Einkommen und Vermögen des Schülers. Anträge können bereits drei Monate vor Beginn der Ausbildung gestellt werden.

Für die Sachbearbeitung zuständig ist Frau Köppen (nur vormittags), Zimmer 129, 1. Stock, Tel. +49 (9971) 78-420, E-Mail: barbara. koeppen@lra.landkreis-cham.de, wenn die Antragsteller in folgenden Gemeinden wohnen:

Cham, Gleißenberg, Pemfling, Rötz, Runding, Schönthal, Schorndorf, Tiefenbach, Traitsching, Treffelstein, Waffenbrunn, Waldmünchen, Weiding, Willmering.

Für die Sachbearbeitung zuständig ist Herr Krapfl, Zimmer 129, 1. Stock, Tel. +49 (9971) 78-267, E-Mail: tobias.krapfl@lra.landkreis-cham.de, wenn die Antragsteller in folgenden Gemeinden wohnen:

Arnschwang, Arrach, Blaibach, Chamerau, Eschlkam, Falkenstein, Furth im Wald, Grafenwiesen, Hohenwarth, Bad Kötzting, Lam, Lohberg, Michelsneukirchen, Miltach, Neukirchen b.Hl.Blut, Pösing, Reichenbach, Rettenbach, Rimbach, Roding, Stamsried, Wald, Walderbach, Zandt, Zell.

Beim Besuch einer Fachschule oder Fachakademie besteht die Wahlmöglichkeit zwischen dem BAföG und dem AFBG.

Die Antragstellung und Beratung für Studenten an Hochschulen und Fachhochschulen ist nur beim Studentenwerk am Ort des Studiums möglich. 
Falls der Studienort noch nicht bekannt ist, ist für die Auskunft und Beratung das nächstgelegene Studentenwerk zuständig: Albertus-Magnus-Str. 4, 93053 Regensburg Tel. +49 (941) 943-2209,  E-Mail: uni-r@bafoeg-bayern.de  Internet: http://www.studentenwerk.uni-regensburg.de

Ausbildungsförderung für BOS-Schüler
Beim Besuch der Klassen 12 und 13 wird die Förderung elternunabhängig gewährt.
Beim Besuch der Kl. 11 (Vorklasse) kann Ausbildungsförderung gewährt werden, wenn die Notwendigkeit des Besuchs durch die Schulleitung gesondert bestätigt wird. Diese Förderung ist abhängig vom Einkommen der Eltern.

Ausbildungsförderung für FOS-Schüler
Ausbildungsförderung kann gewährt werden bei notwendiger auswärtiger Unterbringung, z.B. bei Ausbildungsrichtung Gestaltung in Straubing oder Weiden.

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 Beratung

Zuständigkeitsbereich
Tobias Krapfl
Tel. +49 (9971) 78-267

Zuständigkeitsbereich
Barbara Köppen
Tel. +49 (9971) 78-420

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