Landkreis Cham Landkreis Cham
8:30 - 15:00

9. Juni 2018

8:30 - 15:00

Löschwasserversorgung mittels Wasser-Förder-System

Der Freistaat Bayern hat aufgrund den Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre die Notwendigkeit für die Anschaffung eines leistungsfähigen Wasserfördersystems erkannt.

Im Zuge des Katastrophenschutzes wurden deshalb mehrere, von der Firma Hytrans aus den Niederlanden entwickelte Hochdruck-Förder-Anlagen gekauft und auf die Regierungsbezirke in Bayern verteilt. Das System besteht aus einem Pumpen- und einem Schlauchmodul, die sich auf einem Abrollbehälter befinden.
Das Pumpenmodul umfasst das absetzbare Motorpumpenaggregat, Hydraulikschläuche und die hydraulisch angetriebene Schwimmpumpe zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern. Das Schlauchmodul beinhaltet 2.000 m in Buchten liegende F-Schläuche (DN 150).

Das System kann, abhängig vom Höhenprofil und der Schlauchlänge, bis zu 4.000 Liter Wasser je Minute fördern. Für die gleiche Löschwasserversorgung müssten die Feuerwehren fünf konventionelle Förderleitungen (B-Schlauchleitungen) parallel errichten und zahlreiche Verstärkerpumpen einbauen.

Im Landkreis Cham ist ein derartiges System bei der Feuerwehr Waldmünchen stationiert. Im Verlauf der Übung erfolgt der Einsatz von weiteren WFS-Systemen aus Niederbayern, Oberfranken und auch Tschechien. Es werden damit zwei Versorgungleitungen vom Fluss Regen zum Roßberg errichtet. Eine beginnt im Bereich von Urleiten und wird über Gillisberg zum Roßberg aufgebaut. Die zweite wird von Roßbach über Feld- und Forstwege zur Nordseite des Roßbergs geführt.

Hierbei muss jeweils ein Höhenunterschied von ca. 200 m bei einer Förderstrecke von etwa 2 km überwunden werden, weshalb jeweils eine Verstärkerpumpe eingebaut werden muss.

Da die Gerätschaften erst in den vergangenen Jahren ausgeliefert wurden wird das neue System in dieser Übung zum ersten Mal im harten Einsatz getestet.