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Gesundheitsbotschafter

Gesundheitsregion plus startet Projekt „Gesundheitsbotschafter“

Eines der ersten Projekte der Gesundheitsregionplus Landkreis Cham ist die nachhaltige Installierung von sogenannten „Gesundheitsbotschaftern“. Die „Gesundheitsbotschafter“ sollen in ihrem beruflichen, gesellschaftlichen oder privaten Umfeld als qualifizierte Ansprechpartner zum Thema Prävention zur Verfügung stehen und maßgeblich daran mitwirken, dass das Bewusstsein der Menschen für die eigene Gesundheit im Landkreis weite Verbreitung findet. Aufgabe der Gesundheitsbotschafter ist es, die verschiedenen Gesundheitsakteure zu vernetzen, Veranstaltungen zu organisieren, auf hohe Qualität der Präventionsangebote zu achten und einen möglichst einfachen Zugang zu solchen Angeboten zu ermöglichen.

In einem ersten Schritt fördert die AOK Bayern (zunächst für 2016) die Basis-Qualifizierung von mindestens 13 Gesundheitsbotschaftern. Ab 2017 sollen die Gesundheitsbotschafter zum Einsatz kommen. Ziel ist es, künftig in allen Gemeinden des Landkreises solche Gesundheitsbotschafter zu installieren.

Landrat Franz Löffler, Gesundheitsregion-Geschäftsführer Peter Fleckenstein und Josef Bucher von der AOK-Direktion Cham sind sich einig: „Wir wollen gesundheitsbewusstes Verhalten jeder Einzelnen und jedes Einzelnen fördern. Prävention hilft nicht nur dem Einzelnen, sondern ist für die gesamte Gesellschaft gut.“

Gesundheitsbotschaftern Zertifikate überreicht

Landrat, Bürgermeister und Gesundheitsexperten geben ersten 13 Absolventen der Fortbildung die Ehre im Hotel zur Post in Bad Kötzting

Bad Kötzting. Die Gesundheit der Bürger im Landkreis Cham ist für Landrat Franz Löffler und die Bürgermeister ein hohes Gut. Das wurde am 2. Adventsonntag deutlich, als die ersten 13 Gesundheitsbotschafter der Gesundheitsregion Plus Landkreis Cham im Hotel zur Post in Bad Kötzting ihre Zertifikate erhalten haben, die sie nach 150 Unterrichtseinheiten als Bindeglied zwischen Bürgern und Politik in Sachen Prävention auszeichnen.

Neben acht Bürgermeistern, die ein Drittel des Raumes füllten, war auch das komplette Initiatorenteam der Gesundheitsbotschafter rund um den Geschäftsführer der Gesundheitsregion Plus, Peter Fleckenstein, zu Ehren der ersten Absolventen dieser Fortbildung nach Bad Kötzting gekommen.

Landrat Franz Löffler drückte den Absolventen gegenüber seine Anerkennung aus, „da Sie Verantwortung übernehmen für die Gesundheit der Gesellschaft. Das nötigt mir Respekt ab, umso mehr, als Sie das ehrenamtlich machen“. Auch sieht er es überaus positiv, dass die Bürgermeister der Gemeinden der Idee gegenüber sehr aufgeschlossen seien. Ins selbe Horn blies der aus Nürnberg angereiste Timo Deiters vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, sowie Johann Berg (AOK), der auch gleich einen Förderbescheid im Gepäck hatte. Die Unterstützung werde fortgesetzt, „damit es nicht bei den 13 Gesundheitsbotschaftern bleibt, sondern damit wir in der Breite Coaches in Sachen Prävention kriegen. Schließlich profitieren wir von der AOK auch von gesunden Menschen, weil die einfach nicht so viel kosten.“ Ziel müsse es sein, in jeder der 39 Gemeinden im Landkreis Cham einen Gesundheitsbotschafter als Ansprechpartner für Bürger und Kommunen zu etablieren.

Nach einem launigen Grußwort von Prof. Schüppel zur Entwicklung des Themas Gesundheit und Prävention vom Nischendasein ins Zentrum der Gesellschaft lobte er die Zusammenarbeit im Aktionsgremium: „Die Zusammenarbeit war sehr gut und das Ergebnis ist besser als alles, was wir als Einzelne geschafft hätten.“ Den Absolventen wünschte er, dass sie mit beiden Beinen auf dem Boden stehen, doppelt so viel zuhören und hinsehen als sie Ratschläge erteilen, immer einen klaren Kopf bewahren, mit beiden Händen fest zupacken und mit ganzem Herzen bei der Sache sind.“

Gesundheitsbotschafterin Ute Klipp-Costa bedankte sich bei den Initatoren der Gesundheitsbotschafter-Idee. Sie dankte für die halbjährige Weiterbildung von einem „Profiteam“ und erinnerte sich an einen Satz, den sie sich aufgeschrieben habe: „Der Wurm muss nicht dem Angler schmecken, der Wurm muss dem Fisch schmecken.“ In Anlehnung an diesen Satz erklärte sie: „Die Gesundheitsregion Plus hat die Angel ausgeworfen und wir haben angebissen. Kompliment, Sie haben aber auch einen tollen Fang gemacht.“

In den ersten drei Monaten 2017 wollen die Gesundheitsbotschafter Informationen sammeln zu bereits bestehenden Präventionsangeboten in den Gemeinden und auf dieser Basis einen Bedarf für weitere Angebote ermitteln. Den Bedarf wollen die Gesundheitsbotschafter mit eigenen Veranstaltungen wie Vorträgen decken helfen. Angesprochen werden sollen ausdrücklich alle Bürger vom Kind bis zum Senior und alle gesellschaftlichen Schichten.

Ihre Zertifikate als erste Gesundheitsbotschafter der Gesundheitsregion Plus Landkreis Cham entgegengenommen haben Alex Naurath, Antje Heigl, Barbara Konering, Beate Reimer, Bettina Baumann, Brigitte Bohmann, Eva Bablick, Isabell Alt, Julia Rainer, Lana Markovic, Marga Löffler, Tanja Brandl und Ute Klipp-Costa.