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Kinder- & Jugendarbeit

Die Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendgruppen im Kreisverband wurde in den Kreisjugendring und in den Bayerischen Jugendring aufgenommen. Die Kreisjugendleitung wurde 2015 neu gewählt.

Die Kinder- und Jugendarbeit ist eine wichtige Aufgabe auch im Freizeitgartenbau. Im Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Cham e. V. gibt es mittlerweilen 21 aktive Kinder- und Jugendgruppen. Vor Ort wird für die Kinder ein lehrreiches und attraktives Programm in und mit der Natur gestalten. So werden Kräuterwanderungen, Naturerlebnistage, gartenbauliche Fähigkeiten, wie Aussaat, Pflege und Ernte von Gemüse und Blumen angeboten bzw. vermittelt.Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bereich der Umwelt- und Naturerziehung ist ein wertvolles und lohnendes Aufgabenfeld.

Beispielhafte Aktionen wurden landkreisweit durchgeführt:

Basteln von Kürbislaternen
Bauen von Insektennisthilfen
Vogelscheuche 2000
Bau von Weidenflechtwerken

Im Landkreis Cham haben sich jeweils an die 500 Kinder bei den Aktionen beteiligt. Diese Zahl macht deutlich, dass hier ein wichtiges Betätigungsfeld vorhanden ist.

Beispiel: "Unser Bushäuschen soll schöner werden"

Zahlreiche Bushäuschen stehen völlig isoliert in der Gegend, ohne jegliche Bepflanzung. Unsere Kinder müssen tagtäglich an diesen äußerst lieblos scheinenden Haltestellen warten. Um den Ort etwas schöner zu gestalten, sollten die Wartehäuschen mit einem Baum und heimischen Sträuchern bepflanzt werden. Damit sich die Kinder mit ihren Wartehäuschen auseinandersetzen und um Vandalismus entgegen zu wirken, sollte die Pflanzaktion zusammen mit den Kindern getätigt werden. Weitere Informationen sind bei der Kreisfachberatung erhältlich.

Fortbildungsveranstaltungen 2019

Seminar für Jugendleiter/innen auf Kreisverbandsebene

Die Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendgruppen im Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Cham möchte heuer auf den drastischen Rückgang der Haselmaus aufmerksam machen. Hierzu wird ein Seminar für die Leiter/innen der Kinder- und Jugendgruppen und alle Interessierten am 25. Mai 2019 angeboten. Das Programm und der Veranstaltungsort wird per E-Mail mitgeteilt.
Bei dem Seminar findet heuer auch wieder die Wahl der Jugendleitung statt. Anmeldung unbedingt erforderlich bis spätestens 10. Mai, Tel. 09971-78 395 oder renate.muehlbauer@lra.landkreis-cham.de

 Jugendleiterausbildung auf Landesebene

Ein Kurs für Betreuer/innen von Kinder- und Jugendgruppen in den Gartenbau-vereinen wird am 05. und 06. Juli 2019 in Hohenbercha, Landkreis Freising angeboten.
Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Kreisverband, Tel. 09971-78395.

Kinder- und Jugendarbeit

Die Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendgruppen im Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Cham möchte heuer auf den drastischen Rückgang der Haselmaus aufmerksam machen. Hierzu wird ein Seminar für Leiter/innen der Kinder- und Jugendgruppen am 25. Mai 2019 angeboten.
Bei dem Seminar findet heuer auch wieder die Wahl der Jugendleitung statt.

Wir freuen uns sehr, wenn sich viele Interessierte zum Seminar anmelden.

Die Anmeldung beim Kreisverband bis 1. Mai 2019, Tel. 09971-78 395 oder E-mail: renate.muehlbauer@lra.landkreis-cham.de

 Jahresthema 2019 - „Die Haselmaus“

Die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) ist gar keine Maus, sondern ein nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche. Zu ihren nächsten Verwandten gehören Siebenschläfer, Gartenschläfer und Baumschläfer.

Kennzeichen: Der kleine Bilch ist nur etwa so groß wie der Daumen eines Erwachsenen (ca. 7 cm), wiegt 15 bis 40 g, hat schwarze Knopfaugen, kleine, runde Ohren und ein weiches, hellbraunes Fell. Der dicht behaarte und sechs Zentimeter lange Schwanz dient dem kleinen Kletterkünstler als Balancierstange.

Lebensraum: Die Haselmaus bewohnt Laub- und Mischwälder mit artenreichem Unterwuchs, strukturreiche Waldsäume und artenreiche Hecken. Hier findet sie Unterschlupf und Nahrung.

Lebensweise: Haselmäuse sind sehr scheu und dämmerungsaktiv, weshalb man sie fast nie zu Gesicht bekommt. Als geschickte Kletterer meiden Haselmäuse den Bodenkontakt. Mit ihren Artgenossen kommunizieren sie in erster Linie über ihren Geruchssinn. Im Sommer schlafen Haselmäuse in kleinen selbstgebauten Kugelnestern aus Zweigen, Gras und Blättern, die sie innen weich auspolstern. Manchmal ziehen sie aber auch in Baumhöhlen ein. Für ein so kleines Tier können Haselmäuse erstaunlich alt werden  ̶  bis zu sechs Jahre.

Nahrung: Die Haselmaus hat je nach Jahreszeit einen abwechslungsreichen Speisezettel: Im Frühjahr ernährt sie sich vor allem von Knospen, Blüten und Samen. Im Sommer lässt sie sich Früchte und Beeren schmecken, vertilgt aber auch Insekten, Schnecken, Würmer oder sogar Vogeleier. Im Herbst frisst sie sich mit fettreicher Kost wie Haselnüssen, Eicheln, Bucheckern und Kastanien den nötigen Winterspeck für den Winterschlaf an. Im Sommer gehören Brombeeren zur Hauptnahrung der kleinen Nagetiere.

Fortpflanzung: Im Alter von einem Jahr sind Haselmäuse geschlechtsreif. Das Weibchen bringt zwei bis sieben Junge zur Welt. Die Augen der kleinen, nackten Nesthocker sind nach der Geburt zunächst geschlossen. Die Jungen bleiben etwa zwei Monate bei der Mutter. Das Weibchen kann in nahrungsreichen Jahren einen weiteren Wurf im Sommer haben.

Winterschlaf: Haselmäuse halten zwischen Oktober und April Winterschlaf. Dazu graben sie sich oft zu mehreren in der Laubstreu und lockerem Boden ein, manche nutzen aber auch frostsichere Baumhöhlen oder Nistkästen. Um Energie zu sparen, rollen sie sich zu einer kleinen Kugel zusammen und senken die Körpertemperatur auf knapp über 0° C. Die Herzschlagrate verlangsamt sich auf ein Zehntel und nur etwa alle 5 Minuten macht der kleine Schläfer einen Atemzug. Haselmäuse verlieren während des Winterschlafes etwa die Hälfte ihres Körpergewichtes.

Fressfeinde: Zu ihren Hauptfeinden zählen Rotfuchs, Mauswiesel, Hermelin sowie verschiedene Greifvögel und Eulen. Da die Haselmaus sich nicht verteidigen kann, bleibt ihr nur die Flucht. Während des Winterschlafs werden sie oft von Wildschweinen ausgegraben und gefressen. 

Verbreitung: In Deutschland ist die Haselmaus vor allem in Mittelgebirgen beheimatet. Die Verbreitung ist lückenhaft und oft regional begrenzt.

Gefährdung: Mit dem fortschreitenden Verschwinden von breiten Hecken, Waldsäumen und Unterwuchs aus unserer Landschaft, verliert die Haselmaus ihre Nahrungs- und Lebensräume. Sie ist daher in der Roten Liste als „gefährdet“ eingestuft.

Seminare der letzten Jahre:

  • 2018 Streuobst-Vielfalt - Beiß rein, Kinder- und Jugendwettbewerb
  • 2017 Streuobst-Vielfalt - Beiß rein
  • 2016 Geocaching - die moderne Schnitzeljagd mit Johanna Kumschier, Landratsamt Cham
  • 2015 Unser Igel - Bau eines Winterquartiers beim LBV Zentrum Mensch und Natur
  • 2014 Kräuterwanderung in Marienstein
  • 2013 Eisvogelsteig beim LBV Zentrum Mensch und Natur in Nößwarling
  • 2011 Baumwerkstatt in Neukirchen b. Hl. Blut
  • 2010 Erste-Hilfe am Kind beim BRK in Cham
  • 2009 Gemüsewerkstatt in Neukirchen b. Hl. Blut
  • 2007 Kräuterwerkstatt in Walderbach

Jahresthemen

Thema des Jahres 2019: „Die Haselmaus"

  • 2018  Kinder- und Jugendwettbewerg ""Streuobst-Vielfalt - Beiß-rein"
  • 2017 "Streuobst-Vielfalt - Beiß-rein"
  • 2016 "Geocaching - die modere Schnitzeljagt"
  • 2015 "Der Igel - unser liebenswerter Gartenbewohner"
  • 2014 "Kräuter am Wegesrand - der Spitzwegerich ist die Arzneipflanze des Jahres 2014"
  • 2013 "Bräuche zur Advents- und Weihnachtszeit"
  • 2012 "Tischlein deck dich - bei der Natur zu Gast"
  • 2011 "Grüne 'Begegnungs- und Erlebnis(t)räume"
  • 2010 "Spielplätze im Dorf"
  • 2009 "Leben im und am Wasser"
  • 2008 "Blätter-Früchte-Memory"
  • 2007 "Osterbräuche"
  • 2006 "Baumstark! Mein Freund der Baum"
  • 2005 "Unser Bushäuschen soll schöner werden"
  • 2004 "Bäume unserer Heimat"
  • 2003 "Bau von Nisthilfen für Vögel oder Fledermäuse"
  • 2002  "Drachenbasteln"
  • 2001 "Bau von Weidentunnel und Tipi"
  • 2000 "Vogelscheuche 2000"
  • 1999 "Wir bauen ein Insektenhotel"
  • 1998 "Kürbis-Kunstwerke

weitere Vorschläge für die Kinder- und Jugendarbeit:

  • Pfeiferl schnitzen
  • Sonnenblumenaktion
  • Sauerkraut einmachen
  • Besuch beim Förster
  • Besuch beim Imker
  • Wald- und Flurspaziergänge
  • Kartoffelfeuer
  • Bestimmungsaktionen
  • Pflanzungen zum Tag des Baumes
  • Bachpatenschaften
  • Anlage von naturnahen Kinderspielplätzen