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Helferberichte

Rudolf Novak + (Beratung/schwierige Lebenssituationen)

Rudolf Novak (+2008) war von Juli 2000 bis zu seinem Tod im Treffpunkt Ehrenamt tätig. Als erster Freiwilliger, der sich nach dem Gang an die Öffentlichkeit im Juli 2000 beim Treffpunkt Ehrenamt meldete, zählt er zu den Pionieren der Einrichtung. Seine Aufgeschlossenheit und die stete Absicht, helfen zu wollen, machten ihn zu einem verlässlichen und treuen Mitarbeiter. Herr Novak hat vielen Landkreisbürgern helfen können. Sie alle und der Treffpunkt Ehrenamt sind ihm zu großem Dank verpflichtet.

Hermann Arnold + (ZeitZeuge)

Hermann Arnold (+2012)
Natürlicherweise kennen die heutigen Lehrkräfte aller Schularten die Zeitepoche der dreißiger und vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, obwohl diese noch ein hübsches Stück in unsere Gegenwart hereinragt, nicht aus dem eigenen Erleben. Unter dem Motto "Als das Gestern ein Heute war" vermittelt deshalb das Projekt "ZeitZeugen" den Schulen im Landkreis geeignete Mitbürger, die aus ihren Erinnerungen berichten und damit abstrakten Unterrichts- und Schulbuchstoff durch fundierte Berichte aus der eigenen Biografie ergänzen und ihn so für die Schüler erfahrbar machen.

Die Bisherigen Erlebnisse lassen zweierlei erkennen:
Die 90-minütigen auf den unmittelbaren Dialog mit den Schülerinnen und Schülern beruhenden Klassenveranstaltungen stoßen auf ungewöhnliches Interesse, übrigens auch auf das der Lehrkräfte, die in aller Regel den "großen" Rahmen der Vorgänge und Ereignisse im zweiten Drittel des vergangenen Jahrhunderts vorausgehend im Unterricht behandelt hatten. Zum anderen war festzustellen. dass die disziplinäre Situation an unseren Schulen und die Lernbereitschaft unserer Buben und Mädchen weit besser ist, als gewisse Medienberichte vermuten ließen.

Sigrid Wallishauser (Seniorenbetreuung/Begleitung)

Sigrid Wallishauser (2003)
Im Jahr 2000 hat das Landratsamt Cham seine Bevölkerung für das Ehrenamt aufgerufen. In Arztpraxen und Apotheken lagen Fragenbogen aus. Anregungen wie Spazieren gehen, einkaufen, Behörden- oder Arztbegleitungen usw.

So typische Alltagshilfen, die man unentgeltlich, Menschen in Heimen und Privat zukommen lassen kann. Kurzentschlossen habe ich auf einem Bogen, die für mich passende Möglichkeit angekreuzt. für die Sparte Spazieren gehen wurde mir die Bayerwald Klinik, nahe Cham, zur Vorstellung angeboten. Die Klinikleitung wollte für regelmäßige Sonntagnachmittag-Spaziergänge eine ehrenamtliche Person. Diese sollte 1 bis 1 ½ Stunden den Reha-Patienten Natur und Wege der schönen Umgebung nahe bringen. Sofort habe ich zugesagt. Wöchentlich sind es andere Personen, denen ich in fünf verschiedenen Rundwegen das schöne Land zeigen kann. Nun sind es schon mehrere Jahre, alle Sonn- und Feiertage, bei Regen, Sonne und Schnee, dass ich diesen "Liebesdienst" nach wie vor gerne mache.

IM Laufe der Jahre habe ich noch drei weitere, ganz anders gelagerte "Liebesdienste" angenommen.
Von allen Seiten bekomme ich freundliche Dankesworte. Lob und - weiter so! Für mich sind diese Aufgaben eine Bereicherung meines täglichen Lebens.

Gisela Meindl (Patientenbesuchsdienst)

Gisela Meindl (2003)
Sobald es meine Zeit erlaubt, fahre ich ins Krankenhaus zum Patientenbesuchsdienst. Seit ca. ½ Jahr einmal pro Woche. Wenn ich dann vor der Zimmertür eines mir unbekannten Menschen stehe und ich nicht weiß, was mich erwartet, das ist jedes mal ein spannender Moment. Nach ein paar Minuten gegenseitigen Kennenlernens entwickelt sich meist ein unterhaltsames Gespräch, manchmal nur zehn Minuten oder auch bis zu einer Stunde und länger. Die meisten Patienten sind froh, wenn sie sich ein wenig unterhalten können. Die einen erzählen mir aus ihrer Kindheit und Jugend in Schlesien und wie sie als Flüchtlinge bei uns wieder eine neue Heimat fanden. Andere erzählen aus ihrem Leben und wie gerne sie wieder nach Hause möchten, um mit 86 Jahren ihren Haushalt noch zu erledigen. Einige erzählen mir von ihrer Krankheit und wie lange sie schon im Krankenhaus sind und wann sie endlich wieder nach Hause dürfen!

Oft sind es auch Ängste vor der Zukunft. „Was wird aus mir, wenn ich nach Hause komme?“, erzählen mir viele der Patienten. Dann versuche ich sie irgendwie aufzufangen und mit ihnen nach einer Lösung zu suchen.
Manchmal begegne ich auch Menschen, die sich gerne mal ausweinen wollen, entweder aus Trauer um einen verstorbenen Angehörigen oder auch um sich selbst die Seele zu erleichtern. Dann ist man einfach da und hält ihre Hand.

Wenn ich dann am Ende eines Besuches die Patienten frage, ob ich das nächste Mal wieder bei ihnen vorbei schauen darf, bekomme ich gesagt: „Kommen Sie wieder, es war sehr schön.“
Das ist für mich dann der schönste Lohn!

Heinz Listl (Beitrag zum Ehrenamtsabend am 30.11.2005)

Heinz Listl (2005)

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Treffpunkt Ehrenamt beim Landratsamt Cham gilt es einen Erfahrungsbereicht abzugeben. Dazu bin ich nun nach über einjähriger Zugehörigkeit als Ehrenamtlicher auserwählt worden. Das ehrt mich sehr, wenngleich ich nur mit der trockenen Materie „Schreibarbeit“ usw. tätig bin.

Ich kam über die Berichterstattung in der Zeitung und über die Bekanntschaft von Frau Paschek zum Treffpunkt Ehrenamt, um neben meiner normalen Freizeitgestaltung auch noch etwas Sinnvolles zum Wohle der Menschen zu tun. So stieg ich also in die ehrenamtliche Tätigkeit ein und konnte danach schon vielfach, auf Grund meiner früheren beruflichen Arbeit, hilfe- und ratsuchenden Menschen helfen. Den Schritt zur ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich bis heute nicht bereut, im Gegenteil, er beflügelt mich weiterhin tätig zu sein, weil die erbrachte Hilfe Kraft und Freude fürs Weitermachen gibt. Denn die Erwartungen an das Engagement sind:

Der Spaß an der Tätigkeit ist die wichtigste Motivation für die Ausübung der ehrenamtlichen Aufgaben. Aber auch mit Menschen zusammen (zu) kommen, anderen Menschen (zu) helfen und etwas für das Gemeinwohl (zu) tun, sind wichtige Faktoren für alle freiwillig Engagierten. Viel legen außerdem Wert darauf, ihre Kenntnisse zu erweitern und neue Erfahrungen zu sammeln. Weitere Motivationsfaktoren sind die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Aber im Vordergrund steht immer, Hilfestellung zu geben und Freude in den Alltag der Hilfesuchenden zu bringen.

Zum selben Thema drückt sich auch die ehrenamtliche Helferin, Frau Felicitas Zollner wie folgt aus:
"Durch einen Bereicht in der Zeitung wurde ich auf den Treffpunkt Ehrenamt in unserem Landkreis aufmerksam. Ich ging ins Landratsamt zur zuständigen Stelle, um mich in einem Gespräch noch näher zu informieren. Danach wusste ich, der Patientenbesuchsdienst im Krankenhaus ist, was ich machen wollte. Das war vor zwei Jahren. Seitdem gehe ich immer noch gerne zu den Patienten oder wie im Krankenhaus Kötzting auf die Kurzzeitpflegestation. Es ist eine andere Art 'Freizeitgestaltung'. Zeit und Zuwendung schenken, einfach da sein für ein Gespräch, einfach zuhören. Die Lebensgeschichten, die einem oft erzählt werden, sind spannender als ein Buch. Oder wenn man, wie auf der Pflegestation in Kötzting durch Spiele, Vorlesen und Singen wieder 'Leben ins Leben' bringen kann, dann ist das einfach wunderbar. Es kommt soviel von den Menschen zurück. Manchmal ist es nur wichtig da zu sein, die Hand zu halten, Ängste zu nehmen. Ich habe für die Besuche bisher nur Dankbarkeit erfahren. Zu lernen, wie man auf gesunde Weise anderen etwas gibt, kann eine Große Aufgabe sein. Diese Aufgabe bringt einem soviel Wärme ins Herz und diese Wärme kann man sich nicht mit Geld kaufen. Ich freue mich deshalb auf meine weiteren Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen."

Ich bin mir sicher, dass Sie werte ehrenamtlichen Helfer im Saale Ihre Tätigkeit und Erfahrung ebenso sehen und eine positive Bilanz ziehen können. Ein Konkurrenzdenken scheidet beim Treffpunkt Ehrenamt ohnehin aus, da wir alle für die gleiche gute Sache arbeiten. Dass dieser Treffpunkt Ehrenamt auf dieser breiten Basis in unserem Landkreis so fortbesteht, das verdanken wir unserem Landrat, der trotz knapper Kassen diese Einrichtung voll unterstützt. Vielen Dank Herr Landrat!

Tobias Spinnler (EmS-Schüler 2007)

Tobias Spinnler (2007)
Der Treffpunkt Ehrenamt ist mir erstmals bei einem Krankenhausaufenthalt aufgefallen, weil ich dort von dem Patientenbesuchsdienst gelesen hatte. Als ich nun davon hörte, dass sich meine Schule, die Johann-Brunner-Schule- Cham an einem neuen Projekt des Treffpunkt Ehrenamt beteiligt, habe ich mich sofort dafür interessiert. Ich wollte gleich bei Ehrenamt macht Schule mitmachen und ließ mich auch nicht von den geforderten 80 Einsatzstunden abschrecken. Auf das ganze Jahr gesehen ist es ja eigentlich gar nicht viel. Zunächst versuchte ich im Altenheim unterzukommen, musste aber wegen des großen Interesses auf das Pflegestift Cham ausweichen. Ich habe auch gleich noch in den großen Ferien zu arbeiten begonnen. Seither war ich fast täglich dort und ich wurde in das komplette Arbeitsgeschehen mit einbezogen. So habe ich z.B. mit den Bewohnern gespielt oder gebastelt, habe mit ihnen Kuchen gebacken oder bei den Vorbereitungen der Feste geholfen. Das Personal des Pflegestiftes war von Beginn an sehr freundlich und hat uns gleich voll akzeptiert. Auch die Heimbewohner waren sehr freundlich zu mir und meinen Mitschülerinnen. Mit die schönste Erfahrung bei meinem Einsatz war, die Freude der Bewohner, die uns Schülern immer wieder entgegengebracht wurde. So habe ich mehr und mehr Gefallen an dieser Arbeit gefunden und mich entschieden, diesen Beruf zu erlernen. Herr Schneeberger, der Leiter des Pflegestifts hat mir schon jetzt eine Ausbildungsstelle zugesichert, was mich sehr freut, weil die Lehrstellensuche derzeit doch schwierig ist. Ich würde auch weiterhin gerne ehrenamtlich im Pflegstift tätig bleiben, auch wenn ich meine 80 Stunden schon lange erreicht habe. Meine Eltern haben mich in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit immer unterstützt und sind sehr stolz auf mich. Ich habe meinen Einsatz in keinster Weise bereut und kann den anderen Schülern die Teilnahme an EmS nur weiter empfehlen.

Ich danke dem Landrat, der uns mit diesem Projekt die Chance gibt, Einblicke ins Berufsleben zu erfahren und dass es sinnvoll ist, sich ehrenamtlich zu betätigen. Ich danke aber auch dem Pflegestift, dass es uns die Möglichkeit geboten hat, dort zu arbeiten.

Adolf Böhm (Besuchsdienste)

Adolf Böhm (2007)
Ich heiße Adolf Böhm und bin seit vielen Jahren, auch außerhalb des Treffpunkt Ehrenamt ehrenamtlich tätig. Dabei kann ich meine große Leidenschaft, "das singen und musizieren" mit einbringen und besonders die älteren Mitbürger in den Wohn- und Pflegeheimen unterhalten.

Die Rückmeldungen sind durchweg positiv und geben mir Kraft und Ausdauer für meine weiteres Engagement.

Maria Ziereis + (ZeitZeugin)

Maria Ziereis (+2007) war eine der ersten, eifrigsten und beliebtesten ZeitZeuginnen des Treffpunkt Ehrenamt. Ihre bescheidene Art über die (selbst elebte) Geschichte zu berichten, fesselte jeden Zuhörer, ihre Ausstrahlung war beeindruckend. Bis kurz vor ihrem Tod war Frau Ziereis für den Treffpunkt Ehrenamt im Einsatz. Sie hat viele Spuren hinterlassen, sie lebt in ihren Erzählungen weiter.

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