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Der Landkreis Cham wird in den USA mit internationalem GIS-Preis ausgezeichnet



Von links: Wolfgang Egner (ESRI-Germany), Reinhard Babl (Landratsamt Cham), Präsident Jack Dangermond (ESRI Inc.), Dr. Ulrich Huber (Landratsamt Cham)

Zu den vielen Auszeichnungen des Landkreises Cham ist 2008 eine außergewöhnliche Anerkennung hinzugekommen. In San Diego (Kalifornien, USA) wurde Cham als erster deutscher Landkreis für seine innovative Pionierarbeit auf dem Gebiet der Geographischen Informationssysteme (GIS) mit dem ESRI-SAG-Award (Special Achievement in GIS) ausgezeichnet.

Dieser Preis wird alljährlich US-amerikanischen und internationalen GIS-Anwendern für ihre herausragenden Leistungen verliehen. Bei der Verleihung hat der Präsident des GIS-Weltmarktführers ESRI, Jack Dangermond, betont, dass dieser Preis unter mehr als einer Million Anwendern stets nur den "best of the best of the best" zuteil wird.

Theo Zellner, Landrat des Landkreises Cham und Präsident des bayerischen Landkreistages, freut sich über die internationale Würdigung der Leistungen des Landkreises Cham: "Mit Cham hat nun erstmalig ein deutscher Landkreis diese Auszeichnung erhalten. Das zeigt, dass zukunftsorientierte Technologien wie Geographische Informationssysteme auch im ländlichen Raum erfolgreich entwickelt und genutzt werden können. Wir können damit die öffentliche Verwaltung im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger dienstleistungsorientierter, wirtschaftlicher und schneller machen."

Besonders bedankte er sich bei seinen Mitarbeitern Reinhard Babl, Leiter der EDV, und Dr. Ulrich Huber, Beauftragter für das Interkommunale Geographische Informationssystem (IkGIS-Cham), die bei der weltweit größten GIS-Anwenderkonferenz vom 04. bis 08. August 2008 in San Diego den Preis entgegen genommen hatten. Mehr als 15.000 internationale Teilnehmer aus Verwaltung und Industrie waren im San Diego Convention Center zusammen gekommen, um ihre Erfahrungen, Entwicklungen und Visionen untereinander auszutauschen.

Der Landkreis Cham nimmt in Bayern auf dem Gebiet der kommunalen Geoinformationssysteme nach wie vor eine Vorreiterrolle ein. Die Kreisverwaltung und alle kreisangehörigen Kommunen setzen seit 2003 im Rahmen ihrer E-Government-Aktivitäten auf digitale Karten und eine moderne, raumbezogene Informationsverarbeitung. Wie die Veranstaltung eindrucksvoll belegen konnte, muss sich der Landkreis auch international keinesfalls verstecken. Für die Mitarbeiter des Landkreises Cham war es vor allem darum gegangen, sich auf dem Gebiet der Verarbeitung geographischer Daten aus erster Hand zu informieren. Hierbei konnten die aktuellsten Trends und Entwicklungen dieser eGovernment-Technologie in Erfahrung gebracht werden.

Der Landkreis Cham hatte auch in mehrerlei Hinsicht Gelegenheit, sich international einem breiten Publikum zu präsentieren. Dr. Ulrich Huber und Dirk Werther (Microsoft Deutschland GmbH) hatten einen englischsprachigen Anwendervortrag zum Thema "Local Governments in Europe" gehalten. Die Vielzahl an interessierten und zustimmenden Reaktionen vor Ort hat die eGovernment-Bemühungen des Landkreises nachdrücklich bestätigt. Gespräche mit Vertretern von Verwaltungen aus Italien, Dänemark und Kanada haben ergeben, dass sich kommunale GIS-Anwender aus aller Herren Länder oftmals voneinander isoliert mit nahezu denselben Aufgabenstellungen herumschlagen. Durch einen regen Erfahrungsaustausch lassen sich solche Parallelentwicklungen gegenseitig maßgeblich bereichern. Die geknüpften Kontakte sind deshalb auch für die weitere Arbeit im Landkreis Cham wertvoll.