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Landratsamt Cham ist Preisträger im Wettbewerb Innovative Verwaltung 2003


Der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei (Staatsminister Erwin Huber) bei der Vergabe des Preises an Hrn. Landrat Theo Zellner

Am 26. Juni 2003 wurde der Landkreis Cham als Preisträger im Wettbewerb "Innovative Verwaltung 2003 / eGovernment" ausgewählt. Der von der Bayerischen Statskanzlei vergebene Preis würdigt die innovative Rolle des Landkreises Cham beim Thema "eGovernment".

Das eGovernment-Projekt (ehemals Telematikprojekt)

Das Landratsamt Cham wurde für sein "Telematikprojekt Landkreis Cham" mit einem Preis im bayerischen Wettbewerb Innovative Verwaltung 2003 ausgezeichnet. Der damalige Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Erwin Huber, überreichte den Preis am 26. Juli 2003 an den Chamer Landrat Theo Zellner. Staatsminister Erwin Huber bei der Verleihung an den Landkreis Cham und vier weitere Preisträger: "Die Teilnehmer haben in einem Wettbewerb der Ideen mit viel Kreativität und großem Engagement die eingetretenen Pfade verlassen und neues erprobt, um die öffentliche Verwaltung noch leistungsfähiger und innovativer zu machen."

Im eGovernment-Projekt des Landkreises Cham werden seit 1996 Möglichkeiten zum Einsatz der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien in der öffentlichen Verwaltung konsequent geplant und umgesetzt. Landrat Theo Zellner: "Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen ein schnelleres und effektiveres Handeln der Verwaltung. Gerade im ländlichen Raum ist das ein bedeutender Standortfaktor." Durch die Vernetzung mit allen 39 kreisangehörigen Gemeinden steht das Landratsamt Cham als moderner Servicedienstleister zur Verfügung. Unmittelbare Ansprechpartner der Bürger vor Ort sind die Gemeinden. Das Landratsamt ist das effiziente "Back Office".

Die Jury war der Auffassung, dass der Landkreis Cham in beispielhafter Weise den Weg in Richtung des "One-Stop-Governments", also der Verwaltung mit einem Ansprechpartner, eingeschlagen hat.

Grenzüberschreitendes Wirtschaftsportal (RegioPort)

Anerkennung bei der Jury hat auch das vom Landkreis Cham mit Partnern aus Bayern und Tschechien entwickelte "Grenzüberschreitende Wirtschaftsportal" im Internet RegioPort gefunden. Das Wirtschaftsportal ist eine gemeinsame Business-Plattform für die Landkreise Cham, Regen und den tschechischen Bezirk Pilsen und soll zu einer ökonomischen Brücke zwischen Ost und West ausgebaut werden. Es hat drei Hauptanliegen:

  • Die Beseitigung von Verständigungsschwierigkeiten durch Informationsbereitstellung auf beiden Seiten der Grenze.
  • Die Stärkung der "ländlichen" Wirtschaftsstruktur durch Schaffung von Werkzeugen und Methoden für eine bessere Vernetzung und Kooperation der Unternehmen und Branchen.
  • Die Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Unternehmen durch Information, Beratung und Hilfe von Experten.

Geographisches Informationssystem (GIS) für den Landkreis

Der Landkreis Cham entwickelt sein elektronisches Dienstleistungsangebot zielstrebig weiter. Seit Sommer 2002 hat das Landratsamt für seine Kommunen und Zweckverbände die Aufgabe der Einführung eines Geographischen Informationssystems (GIS) übernommen. Hierzu gehört in einem ersten Schritt die Bereitstellung von geographischen Basis-Informationen, wie sie beispielsweise die Digitale Flurkarte (DFK) und digitale Luftbilder (Orthophotos) der Bayerischen Vermessungsverwaltung darstellen. Der entscheidende Vorteil dieses Konzeptes liegt in seinem zentralen Aufbau. Das interkommunale GIS des Landkreises Cham (IkGIS-Cham) wird zentral am Landratsamt geführt und erlaubt eine vereinheitlichte und zentral verwaltete Daten-Grundversorgung aller beteiligten Kommunen und Zweckverbände, wodurch wichtige Ressourcen im Landkreis gebündelt werden. Die angeschlossenen GIS-Partner erhalten dadurch Zugriff auf einen landkreisweit einheitlichen und stets aktuellen GeoDatenbestand.