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Sonderausstellung „Mit Feuer ins All“

01.05.2019

Am Ostersonntag startet das Zündholzmuseum Grafenwiesen in die neue Saison

Mondlandung, Zündholzetikett aus Raumfahrt-Sammelserie der Firma Allemann Grafenwiesen, 
nach Juli 1969
Mondlandung_Vege_Allemann_Ausschnitt_Foto M.-L. Segl, LRA Cham.jpg

„Mit Feuer ins All“ –
Zündholzmuseum Grafenwiesen lädt ab Ostern wieder zum Besuch ein

 Am Ostersonntag, 21. April startet das Zündholzmuseum Grafenwiesen nach der Winterpause in die neue Saison und ermöglicht wieder interessante Einblicke in seine große Spezialsammlung. Unter dem Motto „Mit Feuer ins All“ werden Zündholzetiketten-Sammelserien aus aller Welt zum Thema Raumfahrt präsentiert. Ergänzt werden diese durch Zündholzschachteln mit Luftverkehrs-Motiven.

 Zur Zeit des Kalten Krieges in den 1950er und 1960er Jahren hatten die weltpolitischen Machtblöcke in Ost und West einen technologischen Konkurrenzkampf geführt. Mit der Mondlandung vor fünfzig Jahren fand der „Wettlauf ins All“ seinen Höhepunkt. Als am 21. Juli 1969 der erste Mensch einen Fuß auf die Mondoberfläche setzte, wurde ein Traum der Menschheit zur Wirklichkeit. Die Mondlandung war eines der ersten großen medialen Ereignisse weltweit. Auch in der Bilderwelt von Alltagsprodukten fand das Thema große Beachtung. Zündholzschachteln, die man etwa vierzigmal zur Hand nahm, um ein Feuer zu entzünden, eigneten sich gut dazu, um das Faszinosum Raumfahrt in nahezu jeden Haushalt zu bringen. Gedruckt wurden Bilder von Raketen und Satelliten, von Raumsonden und Raumfähren, von der Hündin Laika als erstem Lebewesen im All genauso wie von „Helden“ der Raumfahrt, Astronauten, Kosmonauten oder Forschern.

In vielen Ländern der Erde wurden für Zündholzschachteln Sammelserien zum Thema Raumfahrt auf den Markt gebracht, nicht nur bei den großen Gegenspielern USA und Sowjetunion, auch in Australien, Brasilien oder Chile, der Volksrepublik China, in Frankreich und Deutschland, in den Niederlanden oder der Schweiz, in Polen und anderen ehemaligen Ostblockstaaten. Die Zündholzfabrik Allemann in Grafenwiesen produzierte für die Verkaufsgemeinschaft VeGe eine eigene Serie.

Die Vorstufe zur „Eroberung“ des Weltalls war die „Eroberung der Lüfte“ durch Heißluftballons, Luftschiffe und Flugzeuge. Auch hierzu sind ausgewählte Exponate zu sehen. 

In der Dauerausstellung informiert das Zündholzmuseum über diesen Zweig der  Holzverarbeitung und zeichnet den Weg von der kleingewerblichen Zündholzherstellung zur spezialisierten Industrie nach.

Geöffnet: 21. April bis 27. Oktober, jeweils mittwochs, donnerstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr, auch am Ostermontag, 22. April geöffnet, Gruppenführungen nach Vereinbarung.

Zündholzmuseum Grafenwiesen, Schönbuchener Str. 31, 93479 Grafenwiesen, Tel. 09941/940317, tourist-grafenwiesen@t-online.de, www.grafenwiesen.de

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