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Verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen gegen Geflügelpest im Landkreis Cham

02.02.2021

Keine Ausstellungen / Fütterungsverbot für Wildvögel

Beste Aussichten Landkreis Cham

Ab Mittwoch tritt im Landkreis Cham eine sogenannte Allgemeinverfügung in Kraft, mit der verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet werden. Dabei handelt es sich um eine bayernweite Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der bayerischen Geflügelhaltungen. Hintergrund sind Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln in Deutschland und Bayern.

In der im Amtsblatt für den Landkreis Cham Nr. 6 vom 2. Februar 2021 veröffentlichten Allgemeinverfügung werden Maßnahmen geregelt wie die Sicherung gegen unbefugtes Betreten, das Tragen von Schutzkleidung sowie konsequente Reinigung und Desinfektion. Die Anordnungen erfolgen anhand einer für Bayern entwickelten Risikobewertung auf Grundlage bundeseinheitlicher Beurteilungskriterien. Durch die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen soll der Kontakt zwischen Wildvögeln und Haus- und Nutzgeflügel vermieden und so eine Einschleppung in die Hausgeflügelhaltungen verhindert werden. Mit der Allgemeinverfügung des Landratsamtes Cham werden auch sämtliche Geflügelausstellungen, -märkte und -schauen sowie Veranstaltungen ähnlicher Art verboten.


Für Menschen ungefährlich - Fütterungsverbot für Wildvögel
Für Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Dennoch sollten tot aufgefundene Vögel nicht angefasst und vor allem Funde von Wildgeflügel (Gänse, Enten, Schwäne) dem Veterinäramt Cham gemeldet werden.

Zudem wird ein allgemeines Fütterungsverbot für Wildvögel (hierunter fallen Hühnervögel, Gänsevogel, Greifvögel, Eulen, Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige oder Schreitvögel; Singvögel sind davon nicht betroffen) erlassen. Das allgemeine Fütterungsverbot ist darin begründet, dass die Übertragung und Verbreitung des Virus zum einen durch direkten Kontakt zwischen Wildvögeln und zum anderen durch Kontakt mit Kot und anderweitig viruskontaminierten Materialien verhindert werden soll. Die Fütterungsplätze stellen naturgemäß entsprechende „Hotpots“ dar, an denen viele Wildvögel zur gleichen Zeit zusammentreffen.

Insgesamt sind in Bayern derzeit vier Fälle bei Wildvögeln in den Landkreisen Starnberg, Passau, Landsberg am Lech, und Haßberge nachgewiesen. Deutschlandweit sind mehr als 600 Fälle amtlich festgestellt worden. Um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest in der Wildvogelpopulation rasch zu erkennen, wird in Bayern zudem das bestehende Wildvogelmonitoring konsequent weitergeführt.

Darüber hinaus hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am 29.01.2021 einen einzelnen Geflügelpestausbruch in einem kleinen Hausgeflügelbestand mit rund 20 Hühnern im Landkreis Bayreuth bestätigt. Der Betrieb wurde von der dort zuständigen Kreisverwaltungsbehörde gesperrt und die Tiere gemäß der bundesweit gültigen Geflügelpest-Verordnung gekeult.

Das Landratsamt Cham weist darauf hin, dass nach derzeitigen Sachlage eine generelle Aufstallungspflicht noch nicht geboten ist. Sollte sich jedoch die allgemeine Gefährdung weiter vergrößern, könnte auch eine Aufstallungspflicht für Hausgeflügelhaltungen notwendig werden. 

Für weitere Fragen steht das Veterinäramt am Landratsamt Cham zur Verfügung.

Kategorien: Gesundheit, Natur & Umwelt, Facebook

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