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Ticketverkauf für DB Fernverkehr kehrt an den Chamer Bahnhof zurück

05.10.2018

Landkreis beteiligt sich an den Mehrkosten

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Eine gute Nachricht für alle Bahnkunden hat Landrat Franz Löffler parat: Am Chamer Bahnhof wird es künftig wieder ein Reisezentrum mit der gesamten Bandbreite im Fahrkartenangebot rund um die Eisenbahn geben. Die Umsetzung erfolgt voraussichtlich bis zum Jahreswechsel. Dann können am Schalter nicht nur Fahrkarten für den Regionalverkehr, sondern auch wieder Fahrkarten für den Fernverkehr der Deutschen Bahn erworben werden.

 

Wie mehrfach berichtet, hatte die Deutsche Bahn ihre Vertriebspräsenz und damit den personenbedienten Fahrkartenverkauf für den DB-Fernverkehr am Bahnhof in Cham mit Wirkung zum 30. April 2018 eingestellt. Lediglich für den Regionalverkehr der damit beauftragten Länderbahn (ALEX und Oberpfalzbahn) findet an 24 Stunden in der Woche ein personenbedienter Verkauf statt. Sowohl Senioren- und Behinderteninteressensverbände als auch Kommunen äußerten größtes Unverständnis darüber, dass nicht mehr alle Produkte der Eisenbahn verfügbar sind.

 

Landrat Franz Löffler hat dieses Anliegen aufgegriffen und sich in umfangreichen Verhandlungsgesprächen bis hin zu Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer für eine kundenfreundliche Lösung eingesetzt. Löffler dazu: „Es ist dem Bahnkunden nicht vermittelbar, dass es an einem vorhandenen Schalter nur Fahrkarten für den Regionalverkehr, nicht aber für den Fernverkehr der Deutschen Bahn gibt. Der Kunde möchte nicht mit Unternehmerkompetenzen und Zuständigkeiten konfrontiert werden, sondern einfach ‚nur Bahn fahren‘. Auch bei einem sicherlich veränderten Vertriebsverhalten hat der personenbediente Verkauf noch seine Berechtigung.“

 

Umso erfreuter zeigt er sich nun über das jetzt erreichte Ergebnis: “Aufgrund der Komplexität war eine Lösung nicht zwingend zu erwarten, es zeigt sich aber auch, dass sich intensive Bemühungen lohnen.“ Möglich wurde die künftige Lösung vor allem dadurch, dass sich der Landkreis Cham künftig an den erforderlichen Software- und Lizenzkosten in einen vertretbaren Umfang von maximal 3000 Euro im Jahr beteiligt.

Vorsorglich der technischen Machbarkeit wird das von der Länderbahn betraute Unternehmen VSO – Vertriebsservice Ostbayern – ab Januar 2019 im Rahmen der vertraglichen 24 Stunden Wochenöffnungszeiten nun auch den DB-Fernverkehrstarif wieder mittels Personal anbieten.

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