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Tag des offenen Denkmals in Bayern am Sonntag, den 9. September 2018

30.08.2018

Das Motto des diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 09. September 2018 heißt „Entdecken, was uns verbindet“. Damit nimmt es Bezug auf das Europäische Kulturerbejahr 2018, das unter dem Motto „Sharing Heritage“ (Erbe teilen) steht.

Freilichtmuseum Burgruine Runding (Foto: Gemeinde Runding)

Die Besucher des Tags des offenen Denkmals sollen auf Spurensuche europäischer Einflüsse in deutschen Denkmalen gehen. Dabei können Sie etwa Fragestellungen nach der Herkunft von Handwerkern und Handwerkstechniken, Baumaterialen oder Stilelementen verfolgen.

 

Im Landkreis Cham können nachfolgende Objekte am Tag des offenen Denkmals besucht werden:

 

Arnschwang – Wasserschloss, Schlossweg 15

Zwischen 1173 und 1492 Sitz der Ministerialfamilie Arnschwanger, 1489 zwangsweise veräußert, ab 1496 wechselnde Besitzer, 1521-1527 im Besitz von Christoph Fuchs, Ende des 16. Jhs. umfangreiche Umgestaltungen, 1826 Übergang in Staatsbesitz, seit 1836 in Händen der Familie Mühlbauer, seit 1836 sukzessiver Abbruch, heute Reste der Ringmauer und Wohnge­bäude um 14./15. Jh.

Geöffnet am 09.09.2018 von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr, sonst geöffnet nach Absprache.

Führungen durch Herrn Alois Heitzer erfolgen um 11.00 Uhr und um 14.00 Uhr.

 

Arnschwang – Rossumspannstation mit Schrazelhöhlen, Dorfplatz 1

Seit 1845 Brau– und Tafernwirtschaft, Pferdewechselstation, Unterhaltung durch ehemalige Vorspannpflicht für den Salzhandel. Keller des 15. Jhs., Schrazellöcher, in Kriegszeiten als Unterschlupf und versteckte Vorratskammer benutzt. Hauptgebäude und Saalgebäude dienen seit 2016 als Fahrradmuseum.

Geöffnet am 09.09.2018 von 09.00 bis 16.00 Uhr, sonst auf Anfrage geöffnet.

Führungen nach Bedarf durch Herrn Hans Hruschka.

Radlcafé geöffnet: vormittags Weißwurstfrühstück im Radlcafé, nachmittags hausgemachte Torten, Kaffee, Eis, etc.

 

Cham – Städtische Galerie Cordonhaus, Propsteistraße 46

Wohl ehemalige Propstei des Klosters Reichenbach, zweigeschossiger und giebelständiger, rückseitig abgewalmter Satteldachbau mit Laubengang auf dorisierenden Säulen um 1530, Laube Ende 18. Jh.; einbezogen innere Stadtmauer, Hofmauer mit rundbogiger Toreinfahrt, Granitbruchstein, wohl 16./17. Jh.

Geöffnet am 09.09.2018 von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Um 15.00 Uhr Führung in der aktuellen Ausstellung „Unholdenberg. Carola Ludwig – Getraud Platschek“ mit Kuratorin Anjalie Chaubal.

 

Cham – Ehemaliges Armenhaus, Schützenstraße 7

Im ehemaligen Armenhaus der Stadt Cham ist seit 1991 das Museum SPUR Cham eingerichtet. Der südwestlich vor dem Biertor am Regenfluss gelegene spätgotische, giebelständige Flachsatteldachbau mit Vorschussgiebel zählt zu den ältesten noch erhaltenen Profangebäuden Chams.

Geöffnet am 09.09.2018 von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr, sonst von Ostern bis Dreikönig geöffnet am Mittwoch, Samstag, Sonn- und Feiertagen von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Um 14.00 Uhr Führung im spätgotischen Armenhaus und in den aktuellen Ausstellungen mit Stadtarchivar Timo Bullemer.

Sonderausstellungen: „Cham in den 1920er-Jahren“ sowie „Cham und der Film Die Brücke.“

 

Falkenstein – Schlosskapelle Burg Falkenstein, Burgstraße 10 - 12

Zusammen mit Burg Falkenstein oder kurz danach um 1706 erbaut. Nach einer ungenutzten Phase wurde sie 1660-1665 wiederaufgebaut. Gut 100 Jahre später zeigten sich wieder Bauschäden.

Geöffnet am 09.09.2018 von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr, sonst nicht geöffnet.

Burgführung um 14.00 Uhr durch Herrn Helmut Holzer; Schlosskapelle geöffnet.

 

Furth im Wald – Wanderung zum Grenzstein Nr. 13, „Dreiwappen“ 1766

Der im Grenzvertrag zwischen Österreich (Böhmen) und Bayern am 03. März 1764 festgelegte Grenzverlauf ist mit massiven Grenzsteinen dokumentiert. Darunter auch der Grenzstein Nummer 13, eine Felswand mit drei eingemeißelten Landeswappen von 1766.

Geführte Wanderung am 09.09.2018 mit Vortrag durch Kreisarchivpfleger Werner Perlinger, Treffpunkt: Bergasthof Gibacht, Gibacht 31, 93449 Waldmünchen um 10.00 Uhr.

 

Lam – Schlosserhaus Lam, Arberstraße 44

ca. 1870/80; Wohnhaus  mit Schlosserei, zweigeschossiger und traufständiger Flachsatteldachbau mit verputztem Blockbau-Kniestock; seit 2013 Instandsetzung des Gebäudes mit historischer Schlosserei.

Geöffnet am 09.09.2018 von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr, sonst nicht geöffnet.

Halbstündliche Führungen am 09.09.2018 durch Frau Monika Kerner.

 

Roding – Rodinger Kalksandsteinwerk, Roding am Bahnhof, Pfarrheideweg 6

Errichtet 1909 kurz nach der Industrialisierung der Kalksandstein-produktion, Umbauten 1922/58. U.a. Gebäude, Maschinen und Pläne aus jeder Zeit vorhanden, beispielhaft für die gesamte Produktionsentwicklung der Kalksandsteinindustrie Deutschlands. Der Kalksandstein wurde regional auch Weißer Ziegel genannt und wird aus Sand, Kalk und Wasser gemischt, gepresst und unter Dampfdruck gehärtet. Seit 2001 Suche nach einer neuen Nutzung zum Erhalt.

Geöffnet am 09.09.2018 von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr, sonst zugänglich nach Absprache.

Führungen um 14.00 Uhr und 15.30 Uhr durch Frau Christa Kellermeier.

 

Roding – Obertrübenbach – Alte Wehrkirche, Alter Kirchweg 1

Wehrkirche aus dem 12. Jh.

Geöffnet am 09.09.2018 von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr, sonst zugänglich nach Absprache.

Führung um 15.30 Uhr durch Herrn Ludwig Weber.

Ausstellung „Mensch Paulus“.

 

Runding - Zur Burgruine – Freilichtmuseum Burgruine

Burganlage im Bayerischen Wald, erstmals 1118 erwähnt, seit 1999 vollständige Ausgrabung der Hauptburg mit Bauresten des 13. bis 18. Jhs.: Palas, Wohnturm, Ring- und Zwingermauer, Stallungen, Backhaus, Mauerreste der Vorburg, Außenanlagen und Keller erhalten, seit 2012 archäologisches Freilichtmuseum.

Am 09.09.2018 ganztags geöffnet, freie Anlage sonst auch geöffnet.

Führung um 10.30 Uhr durch den Verein Burgfreunde Runding e.V.

 

Schorndorf – Ehemaliges Schloss Hötzing, Hötzing 1

Zweigeschossiger Walmdachbau mit profiliertem Rundbogenportal, 1762 auf älterer Anlage errichtet, nördlich angebaut kath. Schlosskapelle zur Schmerzhaften Muttergottes mit Glockenturm, verschindelter Zwiebelhaube und Gliederungen, zweite Hälfte 18. Jh. Ehemaliges Wirtschaftsgebäude, jetzt Wohnhaus, zweigeschossiger Mansardwalmdachbau, 18. Jh., im Innern umgebaut. Kuhstall eingeschossiger und traufständiger Satteldachbau mit Segmentbogenöffnungen, wohl zweite Hälfte des 19. Jhs. Pferdestall eingeschossiger Satteldachbau, erste Hälfte des 19. Jhs., Sockelstein 1620. Geöffnet am 09.09.2018 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr, sonst nicht geöffnet.

Führungen auf Anfrage möglich.

Aktionen: Aufbau einer Messstation zum Vermessen der Räumlichkeiten mit Florian Gruber und Sebastian Dittscheid, Präsentation des Schießstandes durch die Burgschützen Neuhaus.

 

Schönthal – Thurauer Mühle, Thurau 11

Ehemalige Mühle des Augustinerklosters, zweigeschossiger traufständiger Bau mit Halbwalmdach, 17./18. Jh., Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Geöffnet am 09.09.2018 von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr, sonst auf Anfrage für Führungen geöffnet.

Führungen am 09.09.2018 stündlich durch Herrn Max Rohrmüller.

Bei schöner Witterung: Bewirtung im Mühlenhof, Kinderhüpfburg.

 

Zell – Burgruine Lobenstein, Burgberg Zell

Die Entstehung der Burg geht vermutlich bis in das 12. Jahrhundert zurück, sichere Unterlagen gibt es ab 1340. Ab 1380 wird Lobenstein als Sitz einer Hofmark bezeichnet. Die Burg wurde in den darauffolgenden Jahrhunderten mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Auch die Besitzer wechselten ständig. Seit dem 16. Jahrhundert wird die Burg nicht mehr bewohnt. Die endgültige Zerstörung von Lobenstein erfolgte 1633 durch schwedische Truppen. Übrig blieb allerdings ein stattlicher Rest von einem Wohnturm, der hoch über der Ortschaft einen Blick vom direkten Umfeld bis weit in den bayerischen Wald ermöglicht. Die Burgruine Lobenstein ist im Besitz des Landkreises Cham. Immer wieder wird das Gebäude restauriert und für die Nachwelt gesichert. Für den letzten Sanierungsabschnitt 2018 wurde eine imposante Holzkonstruktion angefertigt die derzeit zu bestaunen ist.

Die Gemeinde Zell hat im Rahmen eines LEADER - Projekts einen Kreuzweg, eine Naturbühne mit grünem Klassenzimmer, Infotafeln sowie verschiedene Verbindungswege rund um die Burgruine angelegt.

Geöffnet am 09.09.2018 von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Um 09.00 Uhr Gottesdienst auf dem Burgberg. Ab 11.00 Uhr Führung mit dem Ingenieurbüro ALS aus Amberg über die Sanierungsabschnitte an der Burgruine, um 13.00 Uhr Führung mit Margit Steinbauer über „Geschichte, Erzählungen und Mythen“ rund um die Burg. Letzte Führung dann um 15.00 Uhr mit Bürgermeister Schwarzfischer über „Bedeutung der Burg für die Ortschaft und die Gemeinde Zell“.

Essen und Getränke werden auf dem Festplatz unter der Burg angeboten. Die Bewirtung übernimmt die KLJB Zell.

 

Burgruine Lobenstein - Burgberg Zell (Foto: Gemeinde Zell)
Schlosserhaus in Lam (Foto: Monika Kerner)

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