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Starke Unterstützung aus Brüssel

15.09.2019

Delegation aus der Oberpfalz und Pilsen zu Gast bei der Europäischen Kommission – EU-Verkehrskoordinatorin unterstützt und fordert Bahnausbau über Furth im Wald

EU-Verkehrskoordinatorin Karla Pejis (Mitte) im Rahmen der Teilnehmer des Verkehrsgesprächs

BRÜSSEL. Die Europäische Union unterstützt und fordert den Ausbau der Bahnverbindung von München nach Prag über Schwandorf und Furth im Wald! Das ist die klare Botschaft, die eine Delegation aus der Oberpfalz und dem Bezirk Pilsen unter der Leitung von Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler am vergangenen Freitag von der EU-Verkehrskoordinatorin für den Rhein-Donau-Korridor, Karla Pejis, erhalten hat. Die Gruppe, neben Franz Löffler aus Regierungspräsident Axel Bartelt, dem Pilsener Kreishauptmann Josef Bernard, dem Pilsener Vizehauptmann für den Bereich Verkehr Pavel Čížek sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes und IHK-Vizepräsident Thomas Hanauer bestehend, war auf Einladung von Karla Pejis und ihrer Mitarbeiterin Désirée Oen bei der Generaldirektion für Mobilität und Verkehr (DG Move) der Europäischen Kommission in Brüssel zusammengekommen, um über den Ausbau der Trasse über Furth im Wald zu sprechen.

Die Strecke ist bereits seit 2017 in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrs-wegeplanes aufgenommen und hat sowohl für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region Oberpfalz-Pilsen als auch für das transeuropäische Verkehrsnetz enorme Bedeutung. Studien belegen, dass durch eine Modernisierung und Elektrifizierung der Güter- wie Personentransport deutlich ausgeweitet und die Fahrzeit zwischen München und Prag von derzeit sechs auf vier Stunden reduziert werden kann. „Umso wichtiger ist es, dass wir zu einer raschen Umsetzung kommen. Unsere tschechischen Partner und die EU stehen zu ihren Verpflichtungen und fordern von uns, diesen Weg mitzugehen. Dafür werde ich mich einsetzen“, so Löffler. In einem persönlichen Gespräch mit Ministerpräsident Markus Söder konnte er nach dem Termin die Zusage erhalten, dass Freistaat seine Planungszusage in Höhe von 6 Millionen Euro fest aufrechterhält. Ebenso bestätigte ihm Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, dass die Planungen für den Ausbau starten werden.

Ein schnelles Handeln ist umso mehr erforderlich, als auf der tschechischen Seite bereits konkret an der Elektrifizierung und Erweiterung der Strecke zwischen Prag, Pilsen und der Landesgrenze geplant wird. Kreishauptmann Josef Bernard Bernard und sein Kollege Pavel Čížek betonten, dass großes Interesse an dieser Verbindung bestehe, da sie wirtschaftlich und ökologisch die beste Lösung biete. Man warte jedoch auf entsprechende Signale von der deutschen Seite, dass dort der Ausbau ebenfalls vorangehe.

Auch aus Sicht von Karla Pejis verfügt die Strecke über optimale Voraussetzungen, um den wachsenden Verkehrsströmen gerecht zu werden und gezielte Akzente für den Klimaschutz zu setzen. Sie sicherte daher nochmals ihre volle Unterstützung  für den Ausbau über Furth im Wald zu, für den auch EU-Fördermittel aus dem Programm Connecting Europe Facility (CEF) genutzt werden können. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Strecke vollständig elektrifiziert werde. Pejis möchte sich nach Möglichkeit auch selbst ein Bild von der Strecke vor Ort machen. Eine entsprechende Einladung in die Oberpfalz ist bereits durch Franz Löffler und Axel Bartelt erfolgt.

Franz Löffler zeigte sich mit dem Besuch in Brüssel zufrieden: „Die Aussage von Frau Pejis ist ein klares Signal an unsere Region, dass das Projekt auch bei der EU höchste Priorität genießt. Für uns heißt es jetzt, schnellstmöglich in die Planung und Umsetzung zu gehen“.           

 

Hinweis:

Frau Pejis hat ihre Unterstützung für den Streckenausbau über Furth im Wald auch in einem entsprechenden Tweet veröffentlicht:

https://twitter.com/Transport_EU/status/1172503279496024065

 

Kategorien: Politik, Facebook, Verkehr, Wirtschaft