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Saubere Badegewässer im Landkreis Cham

04.07.2017

Die bakteriologischen Befunde der Seen im Landkreis sind nicht zu beanstanden. Das belegen aktuelle Untersuchungen.

Beste Aussichten Landkreis Cham

Die Badeseen im Landkreis wurden am 19. und 20. Juni und die EU-Badegewässer am 26. Juni bakteriologisch untersucht. Untersucht wurde auf die Indikatorkeime Escherichia coli und intestinale Enterokokken. In allen Badeseen und natürlichen Badegewässern waren die Proben bakteriologisch nicht zu beanstanden. Die Sichttiefe, geprüft mit der sogenannten „Sekkischeibe“, ergab eine Sicht bis zum Grund bei: Naturbad Seepark Arrach, Huberweiher Lohberg,Naturbad Neukirchen b. Hl. Blut,  Naturbad Rhan, Naturbad Stamsried sowie Waldbad Tiefenbach.

Beprobt wurden weiter die EU-Badegewässer Perlsee und Satzdorfer See sowie folgende Gewässer: Badeweiher Zell, Badeweiher Trasching,  Naturbad Blaibacher See, Naturbad Campingplatz Hohenwarth, Naturbad Kummersdorf, Naturbad Eschlkam, Drachensee Furth im Wald, Hammerweiher Strahlfeld, Neubäuer See, Naturbad Pösing,  Naturbad Silbersee,  Naturbad Heinrichskirchen. Bei diesen aufgeführten Badegewässern betrug die Sicht einen Meter und mehr.

Grundsätzlich ist es in Naturbädern so, dass es kurzfristig zu einer Änderung der Wasserqualität sowohl im Hinblick auf die Sichttiefe als auch auf die mikrobiologische Qualität kommen kann. Akute schwere Regenfälle können die Wasserqualität und die Sichttiefe innerhalb von Minuten verändern.

Beim Baden in solchen Gewässern ist daher eine besonders große Umsicht und Eigenverantwortung erforderlich. Weist das Wasser optisch oder geruchlich auffällige Veränderungen auf, sollte auf das Baden darin vorsichtshalber verzichtet werden.

Auch wenn die Badewasserqualität den rechtlichen Anforderungen entspricht, können Beeinträchtigungen hinsichtlich der Gesundheit der Badegäste nicht überall ausgeschlossen werden. So kommt es alljährlich im Verlauf der Badesaison immer wieder in unterschiedlich ausgeprägter Form zu Algen- und auch Blaualgenansammlungen. Algen bilden nicht nur Ansammlungen an der Wasseroberfläche, in Ufernähe und Buchten, sondern auch auf freien Wasserflächen und in tieferen Gewässerschichten. Algen, ihre Zerfallsprodukte und Toxine können nach Verschlucken oder Hautkontakt zu Haut- und Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Gastroenteritiden und allergischen Reaktionen führen. Das Auftreten von Algen, Algenteppichen und ans Ufer angetriebene Blaualgen wurden bei der Beprobung nicht festgestellt.

Unabhängig von der Wasserqualität sollte bei drohenden Gewittern das Gewässer möglichst schnell verlassen werden.

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