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Natura 2000-Schutzgebiete bekannter machen

07.02.2018

Schwerpunkt im Naturpark Oberer Bayerischer Wald ist das Auerwildschutzgebiet am Arber

Staatsempfang der Gebietsbetreuer - Bildautor: Nicole Höhna, ANL

Bayerns Naturschätze sind wertvoll und von herausragender Bedeutung. Um deren Wertschätzung zu fördern, startete Umweltministerin Ulrike Scharf Ende Januar mit einem Staatsempfang den 1. Natura 2000-Gipfel in Schloss Nymphenburg. Mit dabei war Gebietsbetreuerin Anette Lafaire vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald.

 

 

Der Fachkongress war die Auftaktveranstaltung des fünf Jahre dauernden Kommunikationsprojektes LIFE living Natura 2000. Hochrangige Vertreter der EU, sowie der Kommunen und Behörden als auch Landnutzerverbände und Vereine kamen zu diesem Anlass in München zusammen. Auch die Gebietsbetreuer und verschiedene LIFE-Projekte waren mit Informationsständen vertreten und informierten über ihren Beitrag in den Natura 2000-Gebieten sowie ihre Vermittlung zwischen verschiedenen Interessensgruppen draußen vor Ort.

 

„Mit Natura 2000 haben wir weltweit das größte Naturschutzgebiet, das es zu schützen gilt. Unsere Natur ist nicht nur die wichtigste natürliche Ressource, sondern sie bietet uns auch Erholung und Entspannung und deshalb ist es heute mit diesem Gipfel so wichtig, dass wir dieses grenzüberschreitende große Naturschutzgebiet in den Mittelpunkt rücken und auch besser kommunizieren.“ So verdeutlichte Umweltministerin Scharf bei ihrer Festansprache die Bedeutung der bayerischen Landschaft mit ihren Naturschätzen. Natura 2000 feierte letztes Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Dennoch ist dem Großteil der Bevölkerung dessen Bedeutung unbekannt. Hier setzt das LIFE-Projekt an. Über Information in den Gebieten, Wanderausstellungen und Fachtagungen sollen Akzeptanz und Wertschätzung für das weltweit größte Naturschutzgebiet geschaffen werden.

 

11 Prozent der Landesfläche sind im Rahmen von 746 Fauna-Flora-Habitat (FFH)-und Vogelschutzgebieten geschützt. Natura 2000 bildet damit ein EU-weites Schutzgebietsnetz, das wild lebenden, gefährdeten Arten grenzübergreifend einen Lebensraum bietet. Dies sind oft die letzten Rückzugsmöglichkeiten seltener Arten in einer intensiv genutzten Landschaft. Zugleich sind diese Räume meist der Inbegriff der schönen bayerischen Landschaft und fördern über einen sanften Tourismus oft die lokale Wirtschaft.

 

Auch die Gebietsbetreuer in Bayern sind wichtige Botschafter für die Natur und betreuen zu einem großen Teil Natura 2000-Gebiete. Dort vermitteln sie als Anwälte der Natur und den vor Ort lebenden Menschen zwischen den jeweiligen Interessen.

Dazu gehört auch die Gebietsbetreuung des Naturpark Oberer Bayerischer Wald, wo sich Gebietsbetreuerin Anette Lafaire um die Natura 2000 Gebiete kümmert. Besonderer Schwerpunkt ist dabei das Auerwildschutzgebiet im Arbergebiet, hier hat sie in enger Zusammenarbeit mit dem Arbergebietsbetreuer, Johannes Matt, eine neue Beschilderung entworfen und auch montiert. Jetzt im Winter hängen auch noch temporäre Schilder bei den „Einstiegsstellen“ für nicht erlaubte Skitouren-Abfahrten, die direkt durch die Rückzuggebiete der Auerhühner führen. Durch Aufklärung vor Ort und wiederholte Presseberichte und Schulung der Wanderführer soll das Wissen um richtiges Verhalten in diesem Gebiet verbessert werden.

Träger der Gebietsbetreuung Naturpark Oberer Bayerischer Wald ist der Landkreis Cham, gefördert wird das Projekt durch den Bayerischen Naturschutzfonds.

Kategorien: Natur & Umwelt, Facebook, Tourismus