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Mobile Geflügelschlachtung im Landkreis Cham

28.04.2021

Schlachtung ohne Transport und Stress für Tiere / Regionalvermarktung erhöht regionale Wertschöpfung

Mobile Geflügelschlachtung im Landkreis Cham

Der Landkreis Cham fördert und unterstützt die Erzeugung und Vermarktung von regional produzierten Lebensmitteln. Im Bereich der Geflügelhaltung stellen fehlende Geflügel-Schlachtereien in der Region für viele Betriebe ein Problem dar. Die mobile Geflügelschlachtung kann diese Lücke schließen. Der Landkreis Cham hat deshalb eine Initiative zur Errichtung zweier mobilen Schlachtanlagen für Geflügel koordiniert, um die Regionalvermarktung auch in diesem Bereich zu fördern und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. „Mit der Bereitstellung der beiden mobilen Anlagen gelingt es, eine Engstelle für Geflügelhalter im Landkreis zu beseitigen. Vor allem aber schaffen wir damit die Möglichkeit, Tiere auf schonende Art und Weise zu schlachten – ganz ohne Transport und Stress,“ so Landrat Franz Löffler bei der Vorstellung des Konzepts.

Künftig wird es für Geflügelhalter im Landkreis zwei Anbieter einer Mobilen Geflügel-schlachtung geben: Georg Birner aus Pemfling und die Familie Bielmeier aus Miltach (Altrandsberg) bieten die Schlachtung von Geflügel direkt auf dem Geflügelbetrieb an - ohne Transport und Stress für die Tiere. Durch die mobile Schlachtung wurde eine ideale Lösung für den Landkreis gefunden, da in der Region geeignete Schlachteinrichtung fehlen.

So funktioniert es: Der Geflügelhalter mietet die mobile Schlachtanlage und beauftragt den Betreiber einer Anlage mit dem Schlachten seiner Tiere. Betriebe, die ihr Geflügel mit Hilfe einer mobilen Anlage schlachten lassen, dürfen das Fleisch auch ab Hof vermarkten. Der regionale Verkauf über Marktstände oder die Vermarktung an die heimische Gastronomie ist möglich. Mit dem neuen Modell der mobilen Geflügelschlachtung eröffnen sich neue Wege in der Direktvermarktung.

Die derzeitige rechtliche Regelung erlaubt lediglich die Schlachtung des eigenen Geflügels auf dem eigenen Betrieb. Ein Zusammenschluss mehrerer Geflügelhalter ist somit nicht zulässig. Mit der Mobilen Anlage können Legehennen und Masthühner, Puten, Enten oder auch Gänse geschlachtet werden. Um eine möglichst gute Auslastung zu erreichen und die Kosten für die Geflügelbetriebe so gering wie möglich zu halten, liegt die erforderliche Tierzahl zur Schlachtung von Lege- und Masthühnern bei ca. 100 Tieren, von Enten oder Gänsen bei rund 50 Tieren. An einer Lösung für kleinere Betriebe mit weniger Tieren wird gearbeitet.

Es wurde eine eigene Webseite gefluegelschlachtung.bayern erstellt, auf der Information zu den Betreibern zu finden sind oder auch Details zu den Anlagen. Interessenten wenden sich bei Anfragen direkt an die Betreiber. Die mobile Schlachtanlage der Familie Bielmeier ist fertiggestellt und einsatzbereit. Mit der Fertigstellung der Anlage von Georg Birner ist Mitte Mai zu rechnen.

Kategorien: Natur & Umwelt, Politik, Facebook

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