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Marktplatz der Generationen

18.09.2017

Die Gemeinden Rettenbach, Reichenbach, Pemfling und die Stadt Rötz haben den Sprung in das Programm „Marktplatz der Generationen“ geschafft. Mit diesem Programm unterstützt die Bayerische Staatsregierung gerade kleine Gemeinden bei der Gestaltung des demografischen Wandels.

Marktplatz der Generationen

Ziel ist es, die Nah- und Grundversorgung im ländlichen Raum zu sichern. So soll vor allem älteren Menschen ein Verbleib in ihrer Kommune ermöglicht werden. Die Bürgermeister Alois Hamperl, Gemeinde Rettenbach, Franz Pestenhofer, Gemeinde Reichenbach, Franz Haberl, Gemeinde Pemfling und Ludwig Reger, Stadt Rötz, stellten Landrat Franz Löffler ihre Ideen vor, die sie mit dem Programm „Marktplatz der Generationen“ umsetzen möchten. Landrat Löffler zeigte sich begeistert über die Vielfalt der Ansätze und hofft auf Nachahmer: „Die vier Kommunen nehmen ihre Zukunft in die Hand und aktivieren die eigenen Kräfte und Möglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger.“

 

Mit diesem Programm unterstützt die Bayerische Staatsregierung gerade kleine Gemeinden bei der Gestaltung des demografischen Wandels. Ziel ist es, die Nah- und Grundversorgung im ländlichen Raum zu sichern. So soll vor allem älteren Menschen ein Verbleib in ihrer Kommune ermöglicht werden. Insgesamt wurden nun 42 Gemeinden in Bayern im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt. Das Programm umfasst die fünf HandlungsfelderMarkt, Dienstleistungen und Mobilität, Gesundheit und Pflege, Gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmtes Wohnen und neue Wohnformen.

 

Bei der Gemeinde Rettenbach startet das Institut „Landimpuls Gesellschaft für regionale Entwicklung bmH“ mit der Beratung noch im Monat September 2017. Die Gemeinden Pemfling, Reichenbach und die Stadt Rötz werden ab 1. August 2018 mit der Umsetzung beginnen.

Die Gemeinde Rettenbach plant einen Dorfladen, einen Wochenmarkt mit regionalen Produkten, einen Bankautomaten, sowie einen Bürgerbus zu installieren. Beabsichtigt ist zudem eine Zweigniederlassung eines Allgemeinarztes und Sprechstunde einer Sozialstation als erste Anlaufstelle. Ein „Bürgerhaus“ soll für Treffen und Veranstaltungen sowie für den Nachbarschaftshilfeverein dienen.

Die Stadt Rötz plant den Aufbau eines Quartierskonzeptes für Senioren, Alleinerziehende und sozial schwache Bürgerinnen und Bürger.

Die Gemeinde Pemfling sieht besonderen Handlungsbedarf im Bereich Gesundheit und Pflege und möchte eine Tagespflege etablieren, um den Senioren das Verbleiben in der Dorfgemeinschaft zu ermöglichen.

Die Einrichtung eines Mittagstisches für ältere Menschen, in Kooperation mit einem bestehenden Gasthaus, evtl. verbunden mit einem Lieferservice oder Fahrdienst, möchte die Gemeinde Reichenbach verwirklichen.

Alle vier Kommunen planen zudem die Barrierefreiheit im öffentlichen Bereich zu verbessern.

 

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