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Löffler bricht in Berlin Lanze für den ländlichen Raum

04.12.2018

Landrat Franz Löffler moderierte im Rahmen des Bundeskongresses „Öffentliche Infrastruktur 2018“ in Berlin eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Ländliche Räume attraktiver gestalten“.

Landrat Franz Löffler mit den Mitgliedern der Podiumsrunde

Auf Initiative des Deutschen Landkreistages wurde er vom Veranstalter „Behörden Spiegel“ gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen und dabei am Beispiel des Landkreises Cham im Rahmen eines Impulsvortrages Anknüpfungspunkte für die Diskussion aufzuzeigen.

„Der ländliche Raum ist nicht nur Erholungs- und Naturraum, sondern vor allem als Lebens- und Wirtschaftsraum von großer Bedeutung – mehr als 57 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland erfolgen auf dem Land. Aber auch als Wissenschafts- und Innovationsräume bieten die ländlichen Regionen ein nicht zu unterschätzendes Potential. Der Landkreis Cham hat dies in den letzten Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, führte Löffler in seinem Statement aus.

Rund 300 interessierte Zuhörer aus den Bereichen Wirtschaft und Öffentliche Verwaltung erhielten einen Überblick über die vielfältigen Handlungsfelder, die es zu bearbeiten gilt, wenn man den ländlichen Raum für alle darin lebenden Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen attraktiv und lebenswert gestalten möchte.

Die Diskussionsteilnehmer –Christiane Ulriksen (Marketingleiterin des norwegischen Breitbandunternehmens Enivest AS), Dr. Michael Frehse (Abteilung Heimat des Bundesinnenministeriums), Martin Orth (Abteilungsleiter Landesplanung aus dem Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz) und Christian Wunderlich (Abteilungsleiter Landesentwicklung und Heimat aus dem Bayerischen Innenministerium) – zeigten auf, dass vor allem die Themen Digitalisierung und Demografie die zentralen Stellschrauben zur Attraktivitätssteigerung der ländlichen Räume sind. Vor allem dafür müsse die notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Dabei kam klar zum Ausdruck, dass sich der Staat wieder aktiver in die Thematik der Daseinsvorsorge einbringen muss und die Versorgung der Menschen nicht dem gewinnorientierten Spiel von Konzernen überlassen werden darf. „Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse ist mittlerweile auch eine Staatszielbestimmung des Bundes. Die Auswirkungen sieht man sehr deutlich im Landkreis Cham: Unsere Straßen- und Schieneninfrastruktur wird mit Nachdruck ausgebaut. Die Schulen erhalten Glasfaseranschlüsse und W-LAN. Auch beim zentralen Thema Breitband gehen wir trotz mancher Hürden unbeirrt unseren Weg. Dies dank der Unterstützung von Freistaat und Bund.“, fasste Löffler zusammen.

Dass bei all der Dynamik alle Menschen mitgenommen werden müssen und dabei die Identität der Regionen nicht verloren gehen darf, zeigte die Diskussion sehr deutlich auf.

Löffler brach eine Lanze für den ländlichen Raum: „Man muss den Menschen auf dem Land die gleichen Voraussetzungen für eine Entwicklung ihres Lebensraumes geben. Es darf nicht heißen: Stadt oder Land, sondern Stadt und Land. Eines ist klar: Eine weitere wirtschaftliche Entwicklung kann es nur auf dem Land geben. Die Metropolen sind an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt. Dass solche Chancen genutzt werden, zeigen die Menschen des Landkreises Cham jeden Tag aufs Neue in beeindruckender Art und Weise.“ Damit fand er die Zustimmung aller Diskussionsteilnehmer.

 

 

 

 

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