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Landrat Löffler: Nachhaltig für Artenvielfalt eintreten

11.06.2019

Tag der offenen Gartentür am 23. Juni

Landrat Franz Löffler mit der Vorstandschaft und Helferinnen und Helfern des OGV Grafenkirchen

„Blühende Wiesen und naturnahe Gärten finden sich dank engagierter Bürgerinnen und Bürger in und um unsere Dörfer schon immer. Jetzt, wo das Thema Artenvielfalt im Licht der breiten Öffentlichkeit steht, geht es darum, den Wert solcher Flächen auch nachhaltig ins Bewusstsein zu rücken.“ betonte Landrat Franz Löffler beim Besuch des Anwesens der Familie Paulus in Löwendorf (Gemeinde Pemfling), wo ein vorbildlich angelegter Garten auf die Gäste wartete. Dieser und sechs andere Gärten können zum „Tag der offenen Gartentür“ am 23. Juni von 10 bis 17 Uhr in Löwendorf (Gemeinde Pemfling) besichtigt werden. Auch als Kreisvorsitzender der Obst- und Gartenbauvereine bedankte sich Löffler bei der Vorstandschaft des OGV Grafenkirchen und allen Helferinnen und Helfern für die Arbeit im Vorfeld und während des Aktionstages.

Landrat Löffler wies darauf hin, dass er dem Kreisverband für Obst- und Gartenbau aus seinem Fonds 10.000 Euro zur Beschaffung von Saatgut zur Verfügung gestellt habe, um weitere solcher beispielhafter Blühflächen in den Gärten und Dörfern anzuregen. Die Aktion sei sehr erfolgreich verlaufen. Bisher  haben fast 1.300 Naturinteressierte das Angebot angenommen. Insgesamt wurden 240 Kilogramm Blühmischungen ausgegeben, was einer Ansaatfläche von 24 Hektar entsprechen würde.

In diesem Zusammenhang machte Landrat Löffler deutlich, dass Umwelt und Naturschutz im Landkreis Cham hoher Stellenwert eingeräumt werde. Die Bandbreite reiche von zehn Naturschutzgebieten über zahlreiche Projekte des Vertragsnaturschutzes bis zum Landschaftsschutzgebiet, das den größten Teil der Landkreisfläche einnehme, und einem hohen Anteil an regenerativen Energien. Mit der Förderung des Anbaues von 50 Hektar der „Durchwachsenen Silphie“ als Bienenweide und der Neuanlage von 20 Hektar Blühstreifen auf öffentlichen Flächen wolle man die Artenvielfalt weiter fördern. Landrat Löffler warb auch für eine verbesserte Akzeptanz von vermeintlich „ungepflegten“ Flächen: „Wo Sicherheitsgründe nicht dagegen sprechen, darf eine Straßenböschung auch mal länger ungemäht bleiben.“

 

 

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