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Landkreis Cham richtet Hilfetelefon in der Palliativversorgung ein

09.12.2019

Landrat Löffler stellt Anlaufstelle für Angehörige von Sterbenden vor

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Menschen im Landkreis Cham, die Sterbende begleiten und sich dabei Unterstützung wünschen, können sich künftig an eine zentrale und neutrale Anlaufstelle im Landratsamt Cham wenden. Landrat Franz Löffler stellte die „Koordinierungsstelle Hospiz- und Palliativversorgung am Landratsamt Cham“ vor, an die man sich ab Montag, 9. Dezember 2019 unter der Rufnummer 09971 / 78-781 („AAPV-Telefon Cham“) wenden kann.

Landrat Franz Löffler erläutert: „Wenn ein Leben sich dem Ende zuneigt, nehmen die Belastungen für die pflegenden Angehörigen stark zu. In dieser schweren Zeit wollen wir mit einer zentralen, fachlich qualifizierten Beratungsstelle zur Seite stehen.

Es gibt bereits verschiedene Strukturen und Ansprechpartner im Bereich der Allgemeinen wie auch der Spezialisierte Ambulanten Palliativversorgung wie z.B. Hausärzte, Pflegedienste oder auch SAPV-Dienst. Dafür bin ich auch sehr dankbar. Aber leider gibt es eben kein stationäres Hospiz oder eine zentrale Beratungsstelle. Mit der neuen Koordinierungsstelle Hospiz- und Palliativversorgung wollen wir eine Lücke schließen. Zentrales Anliegen ist es, auf bereits vorhandene Hilfsmöglichkeiten hinzuweisen und so Entlastung und Unterstützung zu schaffen, aber auch zu ermutigen und mitzuhelfen bei der Suche nach den richtigen Ansprechpartnern. Wir wollen so den Menschen bei uns ermöglichen, die letzten Tage ihres Lebens daheim verbringen zu können - mit der Gewissheit, bestmöglich und professionell versorgt zu werden.“

Die Koordinierungsstelle ist bei der Gesundheitsregion plus angesiedelt und mit erfahrenen und kompetenten Mitarbeiterinnen besetzt. Die telefonische Erreichbarkeit über das „AAPV-Telefon Cham“ soll auch die „Hemmschwelle“ bei Familien und Angehörigen, um Entlastung nachzufragen, möglichst niedrig halten und so große Verbreitung finden.

Ergänzt wird das Hilfeangebot durch den neu gegründeten Verein „Hospiz Daheim – Leben bis zuletzt“ unter Vorsitz von MdL a.D. Dr. Karl Vetter. Dieser Verein sei ein Meilenstein bürgerschaftlichen Engagements, so Landrat Franz Löffler, der den Beteiligten für ihr Engagement dankte.

 

 

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