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Landkreis Cham nimmt an Modellprojekt „WICOVIR“ teil

18.03.2021

Der Landkreis Cham, das Staatliche Schulamt und 20 Grund- und Mittelschulen des Landkreises sind Projektpartner

Die Leiterinnen der Grundschulen in Arrach, Hohenwarth-Grafenwiesen und Mitterdorf mit Professor Dr. Michael Kabesch, Schulamtsdirektor Rudolf Hofmann und Landrat Franz Löffler

Der Landkreis Cham, das Staatliche Schulamt und 20 Grund- und Mittelschulen des Landkreises sind Projektpartner der Studie „WICOVIR“ (Wo ist das Corona Virus?), welche durch den Regensburger Professor Dr. Michael Kabesch, Chefarzt und Klinikleiter der Klinik St. Hedwig wissenschaftlich begleitet wird.

„Gerade die Situation der Schülerinnen und Schüler der Grundschulen im Landkreis Cham beschäftigt mich seit vielen Wochen. Hohe Infektionswerte lassen es aber schon rein rechtlich nicht zu, die Schulen beliebig zu öffnen. Deshalb ist es mir wichtig, dass eine tragbare Konzeption entwickelt wird, die eine wirkliche und nachhaltige Öffnungsperspektive zum Ziel hat. Das nächste Woche startende Modellprojekt WICOVIR bietet diese Möglichkeit.“, so Landrat Franz Löffler.

Nächste Woche werden im Rahmen einer Studie mehr als 600 Kinder, die sich ohnehin aktuell in der Notbetreuung befinden, auf freiwilliger Basis zweimal getestet, um einen Überblick über das Infektionsgeschehen zu bekommen.

Kern des Projektes sind Gurgeltests, die mittels eines sogenannten Pooling-Verfahrens ausgewertet werden können. „Bereits im Herbst letzten Jahres haben wir grundsätzliche Erfahrungen mit diesem System in Regensburg gemacht. Nun ist es an der Zeit, die Skalierbarkeit dieses Ansatzes auch auf Flächenlandkreise zu adaptieren. Von daher hat es mich außerordentlich gefreut, dass mich Herr Landrat Löffler vor wenigen Wochen kontaktiert und eine Zusammenarbeit angeboten hat. Zusammen mit dem Schulamt und den Grundschulen werden wir die Gurgeltests durchführen.“, so Professor Dr. Kabesch.

Gurgeltests basieren auf dem PCR-Testverfahren, welche im Gegensatz zu den Antigen-Schnelltests bereits bei einer niedrigeren Viruslast reagieren. Damit ist es möglich, Infektionsketten früher zu unterbrechen und das Infektionsgeschehen einzudämmen. Beim Pooling werden max. 30 Einzeltests zu einem Gesamttest zusammengeführt und ausgewertet. Erst wenn in einem Pool ein positives Ergebnis vorhanden ist, werden individuelle Rückstellproben gezielt untersucht, um den infizierten Patienten zu identifizieren. Die Testergebnisse sollen noch am gleichen Tag vorliegen.

„Es kam mir besonders darauf an, dieses Projekt noch vor den Osterferien zu starten, um keine Zeit zu verlieren. Die Erkenntnisse daraus sollen Aufschluss darüber geben, ob und unter welchen Voraussetzungen nach Ostern ein Grundschulbetrieb für alle Kinder möglich ist. lassen. Ich danke der gesamten Schulfamilie, vor allen Dingen den Schülern und Eltern, die jetzt an diesem Projekt teilnehmen. Sie leisten einen wichtigen und vor allem konstruktiven Beitrag, der am Ende des Tages allen Schulkindern einen sicheren Schulbesuch ermöglichen kann.“, so Löffler abschließend.

Kategorien: Corona, Gesundheit, Politik, Facebook

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