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Waldschmidt-Ausstellung

17.05.2021

Waldschmidt - Dichter und Tourismus-Förderer

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Waldschmidt-Ausstellung Eschlkam

Ausstellung über Maximilian Schmidt
genannt Waldschmidt

Der Markt Eschlkam präsentiert in Zusammenarbeit mit der Partnergemeinde Všeruby/Neumark im Waldschmidthaus Eschlkam eine Ausstellung über Leben und Werk des Volksschriftstellers Maximilian Schmidt genannt Waldschmidt.
Sie ist mit zahlreichen Originalen aus dem Nachlass Waldschmidts bestückt, persönlichen Gegenständen, Fotografien, Dokumenten und Büchern, zur Verfügung gestellt von Urenkel Dr. Rolf Schmidt genannt Waldschmidt sowie dem Waldschmidtverein.
Die Konzeption wurde in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat des Landkreises Cham erstellt.
Die Einrichtung des ansprechenden kleinen Museums wurde durch die Euregio Bayerischer Wald – Böhmerwald – Unterer Inn mit Mitteln aus dem Programm „Ziel ETZ Freistaat Bayern - Tschechische Republik 2014–2020 (Interreg V)“ sowie den Landkreis Cham gefördert.
Maximilian Schmidt genannt Waldschmidt wurde 1832 in Eschlkam geboren. Als Dichter wurde er berühmt und zählt zu den meistgelesenen und meistgespielten Autoren seiner Zeit. Einige seiner Werke wurden verfilmt. Schmidts Gesamtwerk umfasst etwa 60 größere Volkserzählungen, 40 Humoresken und Skizzen, 40 dramatische Arbeiten und zahlreiche Gedichte. Eine Vielzahl seiner Dichtungen und „Kulturbilder“ spielt im Bayerischen Wald und im Böhmerwald.
Maximilian Schmidt war vielseitig engagiert: Er wirkte in der Vorstandschaft des Deutschen Schriftstellerverbandes, veranlasste die Gründung eines bayerischen Fremdenverkehrs-Verbandes und organisierte 1895 als Vorsitzender des Organisationskomitees ein Volkstrachtenfest mit Umzug, der grundlegend für die heutigen Oktoberfest-Schützen- und Trachtenzüge werden sollte. 1884 hatte ihn König Ludwig II. zum Königlichen Hofrat ernannt. 1898 genehmigte ihm Prinzregent Luitpold den vererblichen Namenszusatz „genannt Waldschmidt“. Noch zu Lebzeiten Waldschmidts errichtete der Arnbrucker Verschönerungsverein 1909 ein Denkmal für ihn auf dem Großen Riedelstein am Kaitersberg und 1912 wurde das „Waldschmidt-Haus“ am Rachel eröffnet. Heute gibt es in vielen Orten eine „Waldschmidtstraße“. 1984 wurde der Waldschmidt-Verein Eschlkam e. V. gegründet, der das Andenken bewahrt und jährlich den Waldschmidt-Preis verleiht.
Ein besonderes Augenmerk wird in der Ausstellung auf grenzüberschreitende Aspekte gelegt. Schmidt pflegte zahlreiche Verbindungen über die Grenze zu Schriftstellern aus Böhmen, der Bayerische Wald wie der Böhmerwald sind Schauplatz einiger seiner Erzählungen und „Kulturbilder“. Mittels einer Broschüre und eines QR-Codes stehen die Ausstellungstexte auch in tschechischer Sprache zur Verfügung.

Nach Aufhebung der Corona-Beschränkungen ist die Ausstellung wieder während der Öffnungszeiten der Tourist-Info Eschlkam zugänglich, die ebenfalls im Waldschmidthaus untergebracht ist:
Montag – Donnerstag von 8 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr,
Freitag von 8 bis 12 und 13 bis 15 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Waldschmidt-Ausstellung Eschlkam
Waldschmidtplatz 2
93458 Eschlkam
Tel. 09948 9408 0
www.eschlkam.de 

Kategorien: Kultur - plus

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