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Museen im Landkreis Cham präsentieren zum Jahreswechsel Kulturgeschichte und Kunst

17.12.2021

An den Feiertagen rund um den Jahreswechsel können zahlreiche Ausstellungen und Museen im Landkreis Cham besucht werden.

Ausstellung "Olympia & Erika" Engel und Topernpong, Städt. Galerie Cordonhaus Cham

Sie bieten den Besuchern ein breites Spektrum an Themen, sind ansprechend gestaltet und befassen sich mit den unterschiedlichsten Inhalten aus der bewegten Geschichte der Region: mit Steinzeit und Mittelalter, Handwerk und Kunst, Alltags- und Berufsleben, Hausgewerbe und Industriegeschichte, Grenzen und Grenzüberschreitung, Wallfahrt und Volksfrömmigkeit. Einige Häuser präsentieren zusätzlich sehenswerte Sonderausstellungen, veranstalten Vorführungen oder bieten Rätselspiele für Kinder an.

Im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut wird die Geschichte der bedeutenden Marienwallfahrt dargestellt. Das Museum dokumentiert außerdem verschiedene Aspekte katholischer Volksfrömmigkeit, mittelalterliches Pilgerwesen, Schnitzerei, Wachswaren und Rosenkranzherstellung. Eigene Abteilungen sind der überregional bekannten Neukirchener Hinterglasmalerei und dem Wallfahrtswesen im benachbarten Böhmen gewidmet. Für Kinder liegen verschiedene Rätselbögen bereit.

Das Wallfahrtsmuseum präsentiert derzeit bis 2. Februar 2022 die Sonderausstellung „Im Lande des Christkinds“. Aus der weltweit bedeutendsten Sammlung von Adventskalendern der Regensburgerin Esther Gajek, die über 3 000 Exemplare umfasst, wurden für die Ausstellung 80 alte, kostbare und kulturhistorisch interessante Stücke ausgewählt. Zu entdecken sind Türchenkalender, Zieh- und Steckkalender oder große, dreidimensionale Exemplare mit Überraschungen -  nicht zu vergessen die vielen Adventskalender mit Schokoladen-Füllung, wie sie seit 1925 hergestellt werden.

Auch das „Arnschwanger Weihnachtskripperl“ ist wieder zu besichtigen. Die über drei Meter breite Krippe mit Palast-, Stall- und Mühlengebäuden, Kulissenmalerei sowie vielen Figuren wurde 1910 gefertigt und vor einigen Jahren dem Wallfahrtsmuseum als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Geöffnet ist samstags, sonntags und an den Feiertagen jeweils von 10 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr, an den Werktagen jeweils von 9 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr. An Heiligabend und Silvester ist von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Das Museum ehemalige Klöppelschule Tiefenbach befasst sich mit der Geschichte des Spitzenklöppelns im Oberpfälzer Wald. Es zeigt Entwürfe, Musterzeichnungen, Musterbriefe und Klöppelspitzen aus Tiefenbach. Das „Spitzenklöppeln im Oberpfälzer Wald“ ist eine der Kulturformen, die beispielgebend in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden und die die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und aus Deutschland sichtbar machen.

1907 hatte der Bayerische Staat in Tiefenbach eine Spitzenklöppelschule gegründet, die ebenso wie die Schulen in Stadlern (1901) und Schönsee (1906) die Spitzenerzeugung in der Oberpfalz förderte. Generationen von Frauen und Mädchen lernten hier das Kunsthandwerk des Spitzenklöppelns. Klöppelspitze aus dem Oberpfälzer Wald machte sich auf Weltausstellungen einen Namen und wurde zum begehrten Luxusartikel. Das Museum ist während der Öffnungszeiten des Rathauses (früher Klöppelschule) geöffnet: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie montags von 13 bis 16 Uhr und donnerstags von 13 bis 18 Uhr. An den Feiertagen 24./25./26./31.12. und 01.01./ 06.01. ist nicht geöffnet.

Das Museum SPUR Cham ist im ehemaligen „Armenhaus“ der Stadt Cham, einem spätgotischen Gebäude, eingerichtet. Das südwestlich vor dem Biertor gelegene Haus zählt zu den ältesten noch erhaltenen Profanbauten der Stadt. Das Museum zeigt Malerei, Plastik und Arbeiten auf Papier der Gruppe SPUR, einer Künstlergruppe, die in den 1950er Jahren in München zusammenfand. Mit den vier Mitgliedern Heimrad Prem, Helmut Sturm, Lothar Fischer und HP Zimmer bestand die Gruppe SPUR bis 1965. Das Museum SPUR Cham feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum und zeigt die Ausstellung „Gruppe SPUR 1957 – 1965“ und die heimatgeschichtliche Ausstellung des Stadtarchivs Cham „April 1945 – Ausstellung zur Erinnerung an 75 Jahre Kriegsende in Cham“ bis einschließlich 9. Januar 2022.

Das Museum SPUR ist zum Jahreswechsel geöffnet am 26.12. und 29.12. sowie am 01.01./02.01./05.01., Dreikönig 06.01. und 08.01./09.01. jeweils von 14 bis 17 Uhr. Geschlossen bleibt das Haus am Heiligabend, Ersten Weihnachtstag und Silvester. Ab 10.01. ist dann Winterpause im Museum SPUR bis Ostern. Der Eintritt ist frei.

Die Städtische Galerie Cordonhaus Cham zeigt bis 30. Januar 2022 die Ausstellung „Olympia und Erika“ – Peter Engel und Florian Topernpong.

Die Öffnungszeiten des Cordonhauses: Mi – So und Feiertage 14 – 17 Uhr, Do 14 – 19 Uhr. An den Feiertagen 24./25. und Silvester 31.12 bleibt das Haus geschlossen; am 26.12., an Neujahr 01.01. und Dreikönig 06.01.2020 ist geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei. Für Gruppen werden nach Vereinbarung auch gesonderte Öffnungszeiten angeboten. Am Sonntag, den 09.01.2022 um 15 Uhr findet in der Ausstellung ein Künstlergespräch in der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham mit Peter Engel, Florian Topernpong und Anjalie Chaubal M.A., Leiterin Museen und Galerien der Stadt Cham, statt. Eine Anmeldung ist möglich unter: cordonhaus@cham.de, Eintritt frei!

Die Galerie im Woferlhof präsentiert zeitgenössische Kunst in ländlichem Ambiente.

In Wettzell, vier Kilometer von Bad Kötzting gelegen, befindet sich seit 1990 in einem historischen Bauerngehöft die Galerie im Woferlhof, die zeitgenössische Kunst zeigt und die mit ihrem Galerieprogramm über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist.

Bis 30. Januar 2022 ist die Ausstellung „Regine Herzog und albertrichard Pfrieger – Malerei und Skulptur“ zu sehen. Geöffnet: Do und So 11 – 16 Uhr und nach tel. Vereinbarung Tel. 09941 905315.

Das Fahrradmuseum Arnschwang präsentiert die Geschichte des Fahrrads in den vergangenen 200 Jahren. Die Wirtshöhe Arnschwang, ein Komplex aus dem Jahre 1845, ist ein sehr geschichtsträchtiges Objekt. Nicht nur die Unterkellerung des Komplexes aus dem 15. Jahrhundert, welche die Schrazllöcher beherbergt und im Krieg als Unterschlupf und zum Verstecken von Vorräten diente, ist sehr interessant, sondern auch die ehemalige Pferdewechselstation. Diese Rossumspannstation wurde vor allem in den Zeiten des Salzhandels genutzt, um die erschöpften Pferde auf dem Weg von Regensburg nach Prag gegen ausgeruhte Pferde auszuwechseln. Das historische Gebäude wurde vom Förderverein Fahrradmuseum Arnschwang e.V. zu einem Fahrradmuseum umgebaut. Das Museum ist geöffnet: Dienstag und Donnerstag 8 bis 13 Uhr, Freitag 16.30 bis 21 Uhr, Samstag von 8 bis 21 Uhr, Sonn- und Feiertage 9 bis 21 Uhr sowie nach Vereinbarung. Weitere Informationen: www.fahrradmuseum.eu. Am 24. und 25.12.2021 ist das Museum geschlossen.

Die Waldschmidt-Ausstellung Eschlkam informiert über Leben und Werk des 1832 in Eschlkam geborenen Volksschriftstellers Maximilian Schmidt genannt Waldschmidt. Sie ist mit zahlreichen Originalen aus dem Nachlass Waldschmidts bestückt, persönlichen Gegenständen, Fotografien, Dokumenten und Büchern. Maximilian Schmidt zählt zu den meistgelesenen und meistgespielten Autoren seiner Zeit. Einige seiner Werke wurden verfilmt. Er war vielseitig engagiert: Er wirkte in der Vorstandschaft des Deutschen Schriftstellerverbandes, veranlasste die Gründung eines bayerischen Fremdenverkehrs-Ver­bandes und organisierte 1895 als Vorsitzender des Organisationskomitees ein Volkstrachtenfest mit Umzug, der grundlegend für die heutigen Oktoberfest-Schützen- und Trachtenzüge in München werden sollte. 1884 hatte ihn König Ludwig II. zum Königlichen Hofrat ernannt. 1898 genehmigte ihm Prinzregent Luitpold den vererblichen Namenszusatz „genannt Waldschmidt“. Noch zu Lebzeiten Waldschmidts errichtete der Arnbrucker Verschönerungsverein 1909 ein Denkmal für ihn auf dem Großen Riedelstein am Kaitersberg.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Tourist-Info Eschlkam zugänglich, die ebenfalls im Waldschmidthaus untergebracht ist: Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr. Heiligabend, an den Weihnachtsfeiertagen, Silvester, Neujahr, Heilig Drei König sowie samstags und sonntags ist geschlossen. Der Eintritt ist frei. Als kleines Weihnachtgeschenk ist Waldschmidts Werk „Meister Martin“ auf der Webseite der Ausstellung veröffentlicht.

Das Mineralienmuseum im Drexlerhof in Arrach zeigt Mineralien aus der ganze Welt und hat folgende Öffnungszeiten: montags bis freitags 10-17 Uhr, samstags 10-16 Uhr. An Heiligabend ist von 10-13 Uhr und Silvester ist von 10-14 Uhr geöffnet, am 25.12. und an Neujahr ist geschlossen.

Das „Geschichtserlebnis“ Freilichtmuseum Burgruine Runding mit Informationstafeln, die an 54 markanten Stellen Auskunft über das jeweilige Gebäude und dessen Alter geben, ist ganzjährig zugänglich.

Auch das Landestormuseum am Schlossplatz in Furth im Wald öffnet an Weihnachten seine Pforten. Derzeit können die Ausstellung „Grenzerfahrungen“, der alte Drache und der Georgssaal mit einer Ausstellung „Drachenstich im Wandel der Zeit“ besichtigt werden.
An Heiligabend ist das Museum von 11-14 Uhr geöffnet. Ab dem 25.12. kann das Museum an den Feiertagen und zudem dienstags, donnerstags, samstags und sonntags von 11-16 Uhr besucht werden. Sofern die Witterung es erlaubt, kann auch der Stadtturm besichtigt werden.

Außerdem kann die Ausstellung „Faszination Universum – Eine Reise durch Raum und Zeit“ im Aufgangsgebäude des SINOCUR in Bad Kötzting besucht werden. Die Ausstellung ist am 24.12., 26.12., 31.12., 02.01. und 08.01. von 10 bis 12 Uhr geöffnet, vom 27.-30.12. und 03.-05.01. von 8 bis 17 Uhr sowie am 07.01. von 8 bis 16 Uhr.

Aktuelle Hinweise zu den Museen finden sich auf der Website des Landkreises Cham unter „Kultur und Tourismus“. Alle Museen und Galerien sind in der kostenlosen Broschüre „Museen im Landkreis Cham“ beschrieben, die vom Kulturreferat im Rahmen des Projekts „Regionale Identität“ des Bayerischen Heimatministeriums herausgegeben wird und beim Kulturreferat angefordert werden kann oder im Internet einzusehen ist:

https://www.landkreis-cham.de/media/33198/lkr_cham_museumsbroschuere_2020_web.pdf.

Corona-Hinweis:

Zum Schutz von Besucherinnen und Besuchern sowie der Mitarbeitenden sind in den Museen und Ausstellungen die aktuellen Regeln zur Eindämmung der Pandemie zu beachten. Dies ist derzeit 2Gplus (geimpft oder genesen und ein aktueller Test), wer bereits eine Booster-Impfung erhalten hat, bei dem entfällt, 15 Tage nach der Impfung, die Testpflicht. Nachweise für geimpft oder genesen sind vorzuzeigen.

Kategorien: Kultur - plus

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