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Koordinierungsstelle Hebammenversorgung nimmt Arbeit auf

28.01.2019

Der Landkreis Cham hat als einer der ersten Landkreise in Bayern eine „Koordinierungsstelle für die Hebammenversorgung“ eingerichtet. „Die Koordinierungsstelle ist Kern eines umfangreichen Konzeptes mit dem Ziel, die geburtshilfliche Hebammenversorgung im Landkreis Cham zu stärken und zu sichern sowie werdende Mütter wohnortnah und kompetent zu unterstützen.“, so der Chamer Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler bei der Eröffnung der neuen Einrichtung, die im Gesundheitsamt des Chamer Landratsamtes angesiedelt ist.

Landrat Franz Löffler mit den Verantwortlichen der Koordinierungsstelle

Ausgangspunkt war die Situation, dass es Schwangere und junge Mütter in ländlichen Räumen immer schwerer haben, eine Hebamme zu finden, die sie vor und während der Geburt und in den ersten Wochen zu Hause betreut und berät. Der Landkreis Cham hat darauf reagiert und mit Hilfe des „Zukunftsprogrammes Geburtshilfe“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege die Stelle als Bindeglied zwischen Hebammen und Müttern eingerichtet. Aufgabenschwerpunkt ist es, weitere Hebammen zu gewinnen, Ansprechpartner während der Hebammenausbildung zu sein, Hebammen beim Wiedereinstieg in das Berufsleben zu unterstützen und Ansprechpartner vor Ort für Schwangere zu sein. Das Projekt wird mit 90 Prozent vom Freistaat Bayern gefördert, der Anteil des Landkreises beträgt 10 Prozent.

Erste Maßnahmen wurden in enger Abstimmung mit dem Hebammenteam am Chamer Krankenhaus bereits umgesetzt. Es wurden Stellenanzeigen für Hebammen geschaltet, Werbeunterlagen erstellt und eine Homepage freigeschaltet. In enger Zusammenarbeit mit der Gesundheitsregion plus werden weitere Schritte folgen, so zum Beispiel ein Stipendium für eine Auszubildende zur Hebamme bzw. einen Entbindungspfleger und die Förderung von Fortbildungen. Landrat Franz Löffler wies zudem auf die Ausbildung einer/-s akademischen Praxisanleiterin/-s hin. Das sei eine Ergänzung zu der erfolgreichen Initiative, wonach künftig auch an der OTH Regensburg ein Studium der Hebammenkunde angeboten wird. Die räumliche Nähe zum Studienort sei ein Faktor, um künftige Hebammen auch aus der Region zu rekrutieren.

Ab sofort können sich werdende Mütter, Hebammen sowie Schülerinnen und Schüler, die sich für diesen Beruf interessieren, an die Koordinierungsstelle wenden. Nähere Informationen unter https://www.landkreis-cham.de/service-beratung/hebammenversorgung/

 

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