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Gebührensenkung für die Radio-Cäsiummessung von Schwarzwild im Landratsamt Cham

25.05.2018

Bei erlegtem Schwarzwild muss vor dem Inverkehrbringen eine Radiocäsium-Messung durchgeführt werden. Im Landkreis Cham gibt es für die Jägerinnen und Jäger mehrere anerkannte qualifizierte Messstellen, an denen diese Messung durchgeführt werden kann. Neben den Messstellen der BJV-Kreisgruppen in Cham, Bad Kötzting und Furth im Wald und der Messstelle der Bayerischen Staatsforsten gibt es auch eine Messstelle im Landratsamt Cham.

Beste Aussichten Landkreis Cham

Aufgrund der in den letzten Jahren tendenziell zunehmenden Wildschäden durch Schwarzwild ist aufgrund der enormen Anstrengungen der Jägerschaft die Jagdstrecke von Schwarzwild (erlegtes Wild und Fallwild) ansteigend. Im abgelaufenen Jagdjahr 2017/18 waren in den Streckenlisten der Jagdreviere im Landkreis Cham insgesamt 1831 Stück Schwarzwild eingetragen. Dies ist eine neue Rekordstrecke. Die bisher größte Jagdstrecke aus dem Jagdjahr 2015/16 von 1571 Stück Schwarzwild wurde damit um mehr als 15 % übertroffen. Mit dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in der Tschechischen Republik im Juni 2017 und den gebotenen Präventionsmaßnahmen vor dieser Tierseuche ist neben vielen weiteren Maßnahmen auch eine starke Schwarzwildbejagung mehr denn je notwendig, um den Ausbruch der Tierseuche in Deutschland bzw. gegebenenfalls die Ausbreitung möglichst verhindern zu können.

Vor diesem Hintergrund hat Landrat Franz Löffler kürzlich entschieden, die Gebühr für die Radiocäsium-Messung von Schwarzwild im Landratsamt Cham mit sofortiger Wirkung von bisher 15 € pro Messung auf nunmehr 5 € pro Messung zu senken. Die Messung kann während der Öffnungszeiten des Landratsamtes Cham im Sachgebiet für Veterinärwesen und Verbraucherschutz durchgeführt werden.

Dem Landrat ist es von größter Bedeutung, den Jägerinnen und Jägern bei der Schwarzwildbejagung im Rahmen des rechtlich Möglichen gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Landrat Franz Löffler: „Die Jägerinnen und Jäger im Landkreis Cham sorgen aufgrund einer starken Bejagung des Schwarzwildes dafür, dass die Wildschäden im Großen und Ganzen in einem akzeptablen Rahmen gehalten werden können und zugleich das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest verringert wird“.

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