Landkreis Cham Landkreis Cham
& Nachrichten

Aktuelles

& Nachrichten

Füracker zieht positive Zwischenbilanz - Bisherige Ergebnisse des Beratungsbüros Oberpfalz im Landratsamt Cham vorgestellt

02.10.2017

Rund 725.000 Euro an bewilligten und weitere 950.000 Euro an beantragten Mitteln für Innovationsförderungen: Dieses stolze Zwischen-ergebnis des Beratungsbüros Oberpfalz konnten Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker und Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler am Montag im Landratsamt Cham verkünden. Dabei handelt es sich um Mittel, die kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Oberpfalz zu Gute kommen.

Foto (v.l.n.r.): Claus Krapf, Christian Daschner, Albert Füracker, Franz Löffler, Michael Zankl, Lucie Valentová

Das seit Frühjahr 2016 bestehende Beratungsbüro mit den Standorten Cham und Weiden unterstützt den regionalen Mittelstand gezielt bei der Umsetzung innovativer Projektmaßnahmen und begleitet die Unternehmen bei der Stellung und Abwicklung von Förderanträgen sowie grenzüberschreitend bei der Suche nach Projektpartnern. So sollen das Innovationspotential der Oberpfälzer Wirtschaftsbetriebe zusätzlich angeregt und die Zukunftsfähigkeit der Region dauerhaft gesichert werden. „Wir haben uns bewusst für eine Aufteilung des Büros auf zwei Standorte in der nördlichen und südlichen Oberpfalz entschieden, um unser Angebot allen Betrieben gleichermaßen zugänglich zu machen“, so Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler.

Die vorgestellten Zahlen belegen, dass dieses Angebot des Büros gut genutzt wird und einen spürbaren Mehrwert für die heimische Wirtschaft bietet. Seit Anfang 2016 haben beide Standorte insgesamt 85 Beratungsgespräche mit Oberpfälzer Unternehmern geführt, aus denen 46 Förderanträge und 22 bislang bewilligte Projektmaßnahmen mit der oben genannten Fördersumme hervorgegangen sind. Zudem haben mehr als 400 Entscheider aus dem Mittelstand in den vergangenen eineinhalb Jahren an den Technologietransferveranstaltungen des Büros teilgenommen, die bewusst auch an tschechischen Forschungseinrichtungen wie NTIS in Pilsen oder an der Westböhmischen Universität durchgeführt wurden. „Im Bezirk Pilsen findet sich ein enormes Forschungs- und Wissenschafts-potenzial mit hochmodernen Laboren und Versuchseinrichtungen, das auch für unsere Wirtschaft von Bedeutung ist. Hier muss mit Hilfe des Büros noch mehr der Blick über die Grenze gewagt und bei den Unternehmen ein Bewusstsein für die Möglichkeiten in unserer gemeinsamen Region geschaffen werden“, stellte Löffler fest.

Die positiven Effekte eines grenzüberschreitend agierenden Büros hat man auch in München erkannt. Das Beratungsbüro ist Teil des Entwicklungsgutachtens für den bayerisch-tschechischen Grenzraum und wird seitens des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat (StMFLH) in der Oberpfalz mit 486.000 Euro bis Ende 2018 unterstützt. Gemeinsam mit weiteren Büros in Oberfranken (Marktredwitz) und Niederbayern (Freyung) sollen die Verflechtungen im bayerisch-tschechischen Grenzraum weiter ausgebaut und durch die bestmögliche Nutzung von Synergieeffekten ein gemeinsamer grenzüberschreitender Zukunftsraum geschaffen werden. Während die Büros in Oberfranken und Niederbayern auch Beratungen für die großen EU-Förderprogramme Interreg B und Europe leisten, liegt der Schwerpunkt in der Oberpfalz gezielt auf der Vernetzung zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen und den Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen. „Als Bindeglied zwischen Wissenschaft und der regionalen Wirtschaft trägt das Beratungsbüro maßgeblich zur Steigerung der Innovationskraft in der Region Oberpfalz-Pilsen bei“, so Staatssekretär Füracker.

Wie sich die Arbeit des Büros in der Praxis gestaltet, stellten exemplarisch die Geschäftsführer der Unternehmen db-matik GmbH aus Roding und Galileo IP aus Altenstadt an der Waldnaab, Christian Daschner und Claus Krapf, vor. Beiden ist es mit Unterstützung der Büromitarbeiter Lucie Valentová (Weiden) und Michael Zankl (Cham) gelungen, erfolgreiche Förderanträge zu stellen und damit zusätzliche Projektgelder für ihre innovativen Vorhaben einzuwerben. So entwickelt db-matik derzeit eine vollautomatische Anlage für die Oberflächenbehandlung von Bauteilen und Präzisionswerkzeugen, mit der sich die Firma künftig ein neues Standbein schaffen möchte. Das Ingenieurbüro Galileo IP arbeitet an einem Verfahren zum 3D-Laserscanning für die photogrammetrische Erfassung von großflächigen Gebieten. Auch hier hofft man, in Zukunft neue Kundenkreise erschließen zu können. Daschner und Krapf betonten, dass die Stellung der Anträge ohne die Hilfe des Büros in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Schließlich müssten die Unternehmen hierfür Personal freistellen und damit auf wertvolle Ressourcen im Alltagsgeschäft verzichten. Dementsprechend ist Franz Löffler vom Mehrwert des Beratungsbüros überzeugt: „Durch unser Büro tragen wir ganz erheblich zur Steigerung der Wertschöpfung in unserer Region und zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei. Ich setze deshalb darauf, dass wir dieses Erfolgsmodell auch nach 2018 weiterführen können“.

Wer sich näher über die Aufgaben und Leistungen des Beratungsbüros informieren möchte, findet entsprechende Informationen unter www.beratungsbueros.eu oder kann sich direkt mit den beiden Netzwerk- und Technologiemanagern, Michael Zankl und Lucie Valentová, in Cham und Weiden in Verbindung setzen.      

 

 

 

Kategorien: Politik, Wirtschaft, Facebook, Tourismus