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Frei leben ohne Gewalt –  Flagge zeigen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

25.11.2020

Am Mittwoch, 25. November 2020, wird vielerorts der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen mit entsprechenden Aktionen begangen.

Flagge zeigen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (Foto: Michael Hinderer)

Auch im Landkreis Cham wird hierzu Flagge gezeigt. Niemand darf wegschauen, wenn Menschen Gewalt angetan wird. Im Stadtpark Roding, nahe der evangelisch-lutherischen Kirche, lädt – corona-konform – ein sogenannter „Ge(h)danken-Weg“ dazu ein, sich individuell an verschiedenen Stationen mit dem Thema „Gewalt gegen Frauen“, „Sexualisierte Gewalt“ oder „Häusliche Gewalt“ auseinanderzusetzen und den Blick für diese schwierige Thematik zu schärfen. Der „Ge(h)danken-Weg“ ist bis 2. Dezember zugänglich.

Organisiert wurde die Aktion federführend von der evangelisch-lutherischen Kirche Roding in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham, der Gleichstellungsstelle im Landkreis Cham und dem Caritas Frauen-Notruf im Landkreis Cham, die sich als Kooperationspartner der weltweiten Aktion der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes begreifen. Im Beisein von Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Frau Erster Bürgermeisterin der Stadt Roding Alexandra Riedl und der Sachbearbeiterin für häusliche Gewalt bei der Polizeiinspektion Roding, Heike Weber, hissten die Organisatorinnen vor der Christuskirche Roding eine entsprechende Fahne. Ein langes Band von Schaltüchern auf dem Kirchenvorplatz symbolisiert die Verbundenheit von vielen mit Menschen, die von Gewalt betroffen sind.

Frei leben – ohne Gewalt, das scheint für viele selbstverständlich. Erschreckend ist aber, dass etwa jede dritte oder vierte Frau in ihrem Leben mindestens einmal die Erfahrung von Gewalt machen muss. Nicht selten geschieht diese Gewalt da, wo man/frau sich eigentlich am sichersten fühlen sollte, zuhause, in der Partnerschaft, in der Familie oder im sozialen Nahraum, Dabei hat Gewalt viele Gesichter. Oft sind Frauen und Mädchen Betroffene verschiedener Formen von Gewalt. Dazu gehören körperliche Gewalt (Verletzungen, Schläge, Misshandlungen), seelische Gewalt (Beleidigungen, Demütigungen, Unterdrückung, Bedrohungen, Verbote) und sexualisierte Gewalt. Gerade sexualisierte Gewalt taucht in verschiedensten Schweregraden auf, in unserer freiheitlichen Gesellschaft beginnt sie bei frauenfeindlicher Sprache, anzüglichen Blicken oder verbalen Belästigungen und geht hin bis zu ungewollten sexuellen Berührungen, Übergriffen und Vergewaltigung.

Nach wie vor brauchen Betroffene aber Unterstützung, besonders auch in Corona-Zeiten, wo sich Gewalt im häuslichen Bereich, in (Ex-)Lebenspartnerschaften und Familien wegen belastender und beengter Lebenssituationen aufschaukeln kann.

Mit der Aktion sollen Betroffene darauf aufmerksam gemacht werden, dass häusliche oder sexualisierte Gewalt keine Privatangelegenheit und kein Kavaliersdelikt ist, sondern eine Straftat. Es gibt Hilfsangebote im Landkreis Cham und verschiedenste Wege aus der Gewalt. Gespräch und Beratung, Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz, eine Anzeige bei der Polizei. Alle Menschen haben das Recht, in Würde, Freiheit, Gesundheit und Selbstbestimmung zu leben, Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche. Landrat Löffler betonte, wie wichtig schon das klärende Gespräch in der Familie sei.

Hilfsangebote sind aufgelistet unter:

https://www.landkreis-cham.de/gesundheit-soziales/buendnis-fuer-familie/unterstuetzung-bei-haeuslicher-gewalt/

Die Broschüre „Unterstützung und Beratung bei häuslicher Gewalt“ kann angefordert werden bei der Gleichstellungsstelle des Landkreises Cham, Tel. 09971/78-360, gleichstellung@lra.landkreis-cham.de

Kategorien: Politik, Facebook

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