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EU-Auszubildende verstärken die Wirtschaft im Landkreis Cham

05.07.2017

Der Landkreis Cham unterstützt die Wirtschaft in der Region schon seit vielen Jahren mit verschiedenen Projekten bei der Fachkräftesicherung.

Auszubildende und Unternehmer treffen sich

Landrat Franz Löffler: „Es geht darum, die Wertschöpfung in unserer Heimat auf einem hohen Niveau zu halten und die Unternehmen dabei zu begleiten.“

Ein seit vier Jahren erfolgreich laufendes Projekt ist die Anwerbung von Auszubildenden aus anderen EU-Ländern. Aktuell konnten nun in einem fünften Projektdurchlauf 28 Praktikanten aus Spanien und Kroatien im Landkreis begrüßt werden.

Sie werden in den nächsten acht Wochen ein Praktikum bei Unternehmen im Landkreis Cham absolvieren und begleitend dazu einen Intensivsprachkurs belegen. Ziel ist es, dass sie im September ihre Ausbildung im Landkreis Cham beginnen.

Hinter den Spaniern und Kroaten liegt bereits eine intensive Zeit der Vorbereitung auf Deutschland, vor allem im Bereich Sprache. Mit dem Beginn des Praktikums und des Sprachkurses im Landkreis Cham erfolgt nun ein entscheidender Schritt im Hinblick auf die zukünftige Ausbildung in den Betrieben. Höchstes Augenmerk von Seiten des Landkreises gilt der erfolgreichen Integration der jungen Menschen in der Region – sowohl kulturell als auch sozial. Mit Hilfe eines Projektcoaches wird den europäischen Azubis die bestmögliche Unterstützung gewährt.

„2013 haben wir mit diesem Projekt begonnen und gute Erfahrungen gesammelt“, sagte Klaus Schedlbauer vom Landratsamt bei der Begrüßung. Die Zusammenarbeit mit den Stellen, angefangen vom Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft (bbw) bis hin zur Agentur für Arbeit, habe sich dabei als sehr gut erwiesen. Finanziell ermöglicht hätten das Projekt die Fördermittel aus MobiPro-EU. „Umso bedauerlich war es für uns, dass uns diese Fördermöglichkeiten für den diesjährigen Ausbildungsgang nicht mehr zur Verfügung stehen“, so der Wirtschaftsreferent weiter.

Landrat Franz Löffler habe sich bei der Agentur für Arbeit und beim Staatsministerium für Arbeit und Soziales auf die Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten gemacht und dann ein landkreisübergreifendes Projekt zusammen mit dem Landkreis Schwandorf auf den Weg gebracht. Finanziert wird das Projekt nun von der Agentur für Arbeit, dem Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration sowie den Landkreisen Cham und Schwandorf.

Den jungen Leuten zollten Bernhard Lang, Geschäftsführer für den operativen Bereich in der Agentur für Arbeit Schwandorf, sowie alle weiteren Projektverantwortlichen Respekt für ihren Mut und ihr Engagement.

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