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Erster bayerisch-tschechischer Bahngipfel in Furth im Wald erfolgreich

26.07.2017

Im ersten bayerisch-tschechischen Bahngipfel in Furth im Wald hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zugesagt, den Ausbau der Bahnstrecke von Schwandorf bis zur Grenze bei Furth im Wald in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufzunehmen. Der Chamer Landrat Franz Löffler sieht darin den Durchbruch in den Bestrebungen, eine leistungsfähige Schienenverbindung zwischen München und Prag zu schaffen.

Erster Bayerisch-tschechischer Bahngipfel in Furth im Wald

Wörtlich sagt Löffler: „Die Hochstufung dieser Strecke ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern heute zur Realität geworden. Mit der Aufnahme in den vordringlichen Bedarf ist auch die Finanzierung sichergestellt. Der Bundesverkehrswegeplan umfasst einen Horizont bis 2030, womit auch der Rahmen für die zeitliche Umsetzung vorgegeben ist. Ich danke Bundesverkehrsminister Dobrindt für dieses klare Bekenntnis und dem bayerischen Verkehrsminister Herrmann für seinen Einsatz zur Verbesserung der Verbindungen zwischen Bayern und Böhmen.“ 

 

Der bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Klaus-Dieter Josel, haben eine entsprechende Absichtserklärung zur Planung des Schienenkorridors von Schwandorf bis zur tschechischen Grenze bei Furth im Wald (Landkreis Cham) unterzeichnet. Dazu hat der Freistaat Bayern zugesagt, die Planungen als Pilotprojekt mit Landesmitteln freiwillig zu finanzieren.

 

Auch der tschechische Verkehrsminister Dan Ťok bestätigte, dass Tschechien dem Ausbau schneller Bahnverbindungen zwischen Bayern und Tschechien hohe Bedeutung beimisst und hierfür auch erhebliche finanzielle Anstrengungen unternimmt. Er unterzeichnete zusammen mit Minister Herrmann eine gemeinsame Erklärung über die Entwicklung des Schienenverkehrs bis 2030 zwischen Bayern und der Tschechischen Republik.

 

Eine internationale Studie, deren Ergebnis bei dem Treffen vorgestellt wurde, bestätigte, dass mit einer Reihe von Ertüchtigungsmaßnahmen wie zum Beispiel der Elektrifizierung und dem zweigleisigen Ausbau in Abschnitten eine Verkürzung der Fahrzeit zwischen München und Prag von derzeit sechs Stunden auf vier Stunden und 18 Minuten erreicht werden kann. Die voraussichtlichen Projektkosten bewegen sich je nach Variante zwischen rund zwei und 2,5 Milliarden Euro.

 

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