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Das Landratsamt Cham informiert über die aktuelle Corona-Situation

30.03.2020

Ausgangsbeschränkungen einhalten

Coronavirus

„Jeder Kontakt, der vermieden wird, kann Menschenleben schützen und retten.“ Mit diesen eindringlichen Worten appelliert Landrat Franz Löffler zusammen mit dem Leiter des Gesundheitssamtes am Landratsamt Cham, Dr. Albert Eisenreich, an die Bevölkerung im Landkreis Cham, die Vorgaben der jetzt bis 19. April verlängerten Ausgangsbeschränkung einzuhalten. „Was vermieden werden kann, muss auch vermieden werden. Wir werden als staatliche Vollzugsbehörde bei der Ahndung von Verstößen zwar sensibel, aber konsequent vorgehen!“

Löffler und Dr. Eisenreich rufen dazu auf, immer und überall mindestens 1,5 Meter Abstand zu halten, peinlichst genau auf Hygiene zu achten und sich regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen. Im öffentlichen Raum, zum Beispiel beim Einkaufen sollte man einen Mundschutz und wo möglich Handschuhe tragen. Es gehe immer darum, die Weiterverbreitung des Virus aufzuhalten. Schutzmaterial ist aber immer noch Mangelware.

Deshalb, so Löffler, sei er all den Firmen und Privatleuten im Landkreis Cham dankbar, die seinem Aufruf zur Produktion von Mund-Nasen-Schutz für sich und andere gefolgt seien. Mittlerweile würden zehn Nähereinen und Stickereien Mund-Nasen-Schutz produzieren, der ab Mittwoch über die regionalen Apotheken vertrieben wird. Treffpunkt Ehrenamt am Landratsamt Cham koordiniert ehrenamtliche Initiativen, die vor allem für die Tafeln, Pflegeeinrichtungen und Feuerwehren fertigen. Wer jetzt noch keinen Mundschutz bekommt, kann aber auch Schals oder Tücher verwenden. „Es geht vor allem darum, die Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion zu verhindern.“, so Dr. Albert Eisenreich.

Löffler informierte auch darüber, dass es derzeit (Stand 30.03.2020, 12 Uhr) 165 bestätige Corona-Fälle im Landkreis Cham gebe. Die Fälle seien mittlerweile flächendeckend im gesamten Landkreis verbreitet, so dass eine Aufzählung einzelner Gemeinden keinen Sinn mache. Es gebe auch keine Häufung an bestimmten Orten. Neun Patienten befinden sich derzeit in den Sana-Kliniken des Landkreises Cham, davon werden zwei intensivmedizinisch behandelt. Alle sind dort isoliert untergebracht. Schwerpunkthaus für die stationäre Versorgung ist das Krankenhaus in Roding. Die Bettenkapazitäten im Rettungsdienstbereich Regensburg, zu dem auch der Landkreis Cham gehört, werden von einem Ärztlichen Leiter koordiniert. Dr. Eisenreich informierte auch darüber, dass das am Gesundheitsamt Cham eingerichtete Zentrum zum Test von Corona-Verdachtsfällen künftig auch Personen testen werde, die von der Kassenärztlichen Vereinigung zugewiesen werden. In jedem Fall müsse man sich aber zuerst von dort einen Termin geben lassen (Telefonnummer 116 117).

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