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Conti: Landrat organisiert Gespräch im Wirtschaftsministerium

08.03.2018

Löffler betont hohes Innovationspotenzial der Mitarbeiter in Roding

Landrat Franz Löffler

Landrat Franz Löffler steht seit Bekanntwerden des geplanten Arbeitsplatzabbaus von Conti in engem Kontakt mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und auch mit Ministerin Ilse Aigner persönlich. Auf Initiative des Landrats findet dazu am Freitag ein Gespräch im Wirtschaftsministerium statt, an dem neben Bürgermeister Franz Reichold auch Mitglieder der Leitung von Continental Automotive GmbH teilnehmen werden.

Ziel ist es, die Möglichkeiten für einen Erhalt der Arbeitsplätze in Roding auszuloten. Dabei denkt Landrat Franz Löffler vor allem an die Etablierung neuer Produktlinien im Bereich der Abgasnachbehandlung und der Elektrifizierung. Löffler: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Continental am Standort Roding haben bereits im Jahr 2000 bewiesen, damals noch in einer Kooperation zwischen Siemens VDO und dem Heiztechnikunternehmen Vaillant, dass sie ein komplett neues Produkt wie die Diesel-Pumpe entwickeln und produzieren können. Sie sind nicht nur fleißig und gut ausgebildet, sondern auch innovativ und kreativ. Ich darf daran erinnern, dass nach Übernahme durch die Continental AG in kürzester Zeit ein weltweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Kraftstoff-Hochdruckpumpen (Diesel und Benzin) aufgebaut wurde. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes hängt nicht nur an den Personalkosten, sondern vor allem an der Produktivität, an der Qualität der Produkte und an den hoch qualifizierten und hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wie sie der Standort Roding aufweist. Statt darauf zu verzichten, sollte man diesen Schatz an Erfahrung, Wissen und Können im Interesse beider Seiten nutzen. Der Konzern schreibt schwarze Zahlen. Diese Zahlen müssten es zulassen, sich der Verantwortung für die Mitarbeiter zu stellen und sie für die dort ohne Zweifel vorhanden innovativen und zukunftsfähigen Tätigkeits- und Aufgabenbereiche zu qualifizieren und auch dort einzusetzen.“

 

Landrat Franz Löffler verweist auch auf das im Landkreis Cham vorhandene Entwicklungs- und Innovationspotenzial, das von Continental noch nicht ausgenutzt worden sei: „Eine Zusammenarbeit mit dem Technologie Campus Cham, an dem gerade eine Digitale Leitfabrik entsteht, bietet sich an. Wir werden Continental anbieten, die dort vorhandenen Kompetenzen in Forschung und Entwicklung zu nutzen, egal ob es um additive Fertigung oder um digitale Produktionslinien geht. Auch bei der Qualifizierung von Fachkräften für neue Aufgaben gibt es im Landkreis Cham beste Möglichkeiten. Der Landkreis Cham insgesamt und besonders auch der Standort Roding verfügen über hohe Kompetenz sowohl im Bereich der Fachkräfte als auch im Bereich der technologischen Entwicklungsfähigkeit. Diese Standortvorteile möchte ich bei dem Gespräch in München darstellen und vor allem auch den Vertretern von Continental deutlich machen!“

 

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