Landkreis Cham Landkreis Cham

Breitbandprojekt des Landkreises startet

25.08.2020

Förderung aus Bundes- und Landesmitteln zugesagt

Beste Aussichten Landkreis Cham

Nach einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verzichten zahlreiche Kommunen auf Bundesfördergelder zum Breitbrandausbau. Hierbei wird auch der Landkreis Cham genannt, der auf knapp 25 Millionen Euro verzichte. Wie zahlreiche Nachfragen im Landratsamt zeigen, ist dadurch der Eindruck entstanden, dass der Landkreis Cham mit dem Verzicht auf diese Fördermittel auch auf den Breitbandausbau verzichte. Das Gegenteil ist der Fall: Die genannte Summe bezieht sich auf das nicht umgesetzte Ausbau-Vorhaben aus dem Jahr 2017 mit dem Glasfaseranbieter M-net. Nach dem Rückzug von M-net hat der Landkreis Cham die Breitbanderschließung selbst in die Hand genommen und einen Eigenbetrieb „Digitale Infrastruktur“ gegründet.
Landrat Franz Löffler: „Wir werden den gesamten Landkreis flächendeckend mit einer zukunftsfähigen Glasfaser-Infrastruktur erschließen. Das Glasfasernetz wird mehr als 1.700 Kilometer Trassenlänge und 12.000 Hausanschlüsse umfassen. Dieses Netz ist die Grundlage für eine spätere Anbindung aller Gebäude im Landkreis. Das Projekt wird selbstverständlich aus Bundes- und Landesmitteln gefördert. Die Förderbescheide in vorläufiger Höhe liegen vor. Die Förderung von Bund und Land wird voraussichtlich 80 bis 90 Prozent der Projektkosten erreichen. Die Höhe der Förderung richtet sich nach den tatsächlichen Baukosten. “

Der Netzausbau erfolgt in 6 Projektgebieten, die in 19 Baucluster unterteilt sind. Es sollen 3-4 Cluster parallel in insgesamt 6 Stufen ausgebaut werden. Für das Projektgebiet 1 mit den Gemeinden Rettenbach, Falkenstein, Wald, Michelsneukirchen, Reichenbach und Schorndorf ist die Netzplanung fertig gestellt. Der Baubeginn erfolgt im sog. Baucluster 1.2 in der Gemeinde Rettenbach. Hier entsteht die Hauptnetzanbindung von Vodafone. Die Zuschlagserteilung ist für die Tiefbaumaßnahme ist für Ende August 2020 vorgesehen.

Diese „passive Infrastruktur“ wird der Digitalisierungskonzern Vodafone Deutschland Vodafone mit seiner aktiven Technik ausstatten und den Privat- und Geschäftskunden zur Verfügung stellen. Vodafone als einer der größten Komplettanbieter im deutschen Telekommunikationsmarkt bietet neben der künftigen Glasfaserversorgung auch schnelles Internet über das bestehende Kabelnetz sowie eine flächendeckende Mobilfunkversorgung an. Zusätzlich beabsichtigt Vodafone eigenwirtschaftlich weitere Mobilfunkmasten bis Mitte 2022 im Landkreis Cham zu errichten. Ziel ist, möglichst allen betroffenen Bürgern eine flächendeckende Mobilfunkversorgung zu ermöglichen. So kann die Zeit bis zum vollständigen Ausbau des gesamten Landkreises mit Glasfaser überbrückt werden. Der GIGACUBE-Lösung von Vodafone bietet hier entsprechende Übergangslösung für Bandbreiten und Datenvolumen.

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