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Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner übergibt Förderbescheid für das Digitale Gründerzentrum im Landkreis Cham

02.11.2017

Der Landkreis Cham wird Standort eines von insgesamt 11 „Digitalen Gründerzentren“ in ganz Bayern. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner überreichte dazu einen Förderbescheid über 3,1 Millionen Euro an den Chamer Landrat und Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler.

Förderbescheide über insgesamt 3,1 Millionen Euro für das Digitale Gründerzentrum Cham nahm der Chamer Landrat Franz Löffler (Mitte) von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (Dritte von links).

Zielsetzung des vom Landkreis Cham getragenen Projekts ist es, neue und innovative Gründer im digitalen Bereich zu unterstützen. Landrat Franz Löffler: „Im Bereich Digitalisierung steckt enormes Potential in unserer Region. Mit dem Digitalen Gründerzentrum stärken wir den Wissens- und Technologietransfer und schaffen einen Mehrwert für den Wirtschaftsstandort Landkreis Cham und die gesamte Region. Dafür danke ich der Bayerischen Staatsregierung sehr herzlich!“

 

Bereits 1996 hat der Landkreis Cham eines der ersten Innovations- und Gründerzentren Bayerns errichtet. Der Wirtschaftsstandort Landkreis Cham hat sich in der Folgezeit hervorragend entwickelt. Aus einer ehemaligen strukturschwachen Grenzregion ist ein starker Wirtschaftsraum geworden, dessen Unternehmen im Zeitalter von Industrie 4.0 zunehmend auf die Digitalisierung setzen. Der Landkreis Cham möchte diese Entwicklung mit einem Digitalen Gründerzentren unterstützen. Für rund 3,8 Millionen Euro werden eine digitale Modellfabrik und additive Fertigungsanlagen am Technologie Campus errichtet sowie Netzwerkaktivitäten angeboten.

 

Landrat Franz Löffler sieht darin große Chancen für Gründer und Unternehmer, um wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben: „Die Digitalisierung findet nicht nur in der High-Tech-Industrie, sondern auch im Handel, im Handwerk und im Dienstleistungsgewerbe statt. Es darf keine Digitalisierungsverlierer geben. Deshalb wollen wir uns breit aufstellen. Ich sehe es als eine Kernaufgabe, im Rahmen des Netzwerkes „Digitale Gründerzentren“ bestehende Unternehmen mit digitalen Gründungen zusammen zu bringen, woraus Neues entstehen kann. Um die Infrastruktur sicherzustellen, bauen wir mit Hilfe von Bund und Land ein leistungsfähiges Breitbandnetz auf.“

 

„Mit den digitalen Gründerzentren sorgen wir für einen enormen Schub bei den Themen Gründungen und Digitalisierung. Der Landkreis Cham entwickelt sich sehr dynamisch und die Oberpfalz insgesamt ist auf einem sehr guten Weg. Das Digitale Gründerzentrum Cham trifft hier auf ausgezeichnete Strukturen. Daran wollen wir anknüpfen und fördern daher Netzwerkaktivitäten und Infrastrukturen mit rund 3,1 Millionen Euro. Die enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, von jungen Gründern mit bestehenden Unternehmen und Kapital ist ein Erfolgsrezept für Innovation und wird Kerngeschäft des neuen Gründerzentrums, das eng mit der digitalen Gründeroffensive Oberpfalz zusammenarbeiten wird“, sagte Aigner bei der Übergabe der Förderbescheide.

 

Was bietet das „Digitale Gründerzentrum“?

In den beiden Innovations- und Gründerzentren Roding und Furth im Wald können alle Gründer günstige Flächen anmieten. Im Rahmen des Projekts „Digitale Gründerzentren im Landkreis Cham“ werden 740 qm Flächen in den beiden Zentren für digitale Gründer zur Verfügung gestellt. Die Gründer können die vorhandene Infrastruktur der Zentren mit nutzen.

Am Technologie Campus Cham werden eine digitale Modellfabrik und additive Fertigungsanlagen („3D-Drucker“) zum Wissens- und Technologietransfer errichtet. Netzwerkaktivitäten in den Bereichen Produktion, Tourismus und Handel runden das Angebot ab. Dazu werden Seminare, Tagungen und Fachforen für digitale Gründer, Unternehmen, Mitarbeiter und Studenten angeboten. Durch die Mitarbeit von Gründern entstehen Synergieeffekte im „Gründernetzwerk“, da bestehende Unternehmen mit neuen innovativen Gründern zusammenarbeiten können.

Was das konkret bedeutet, zeigte Ferdinand Heindlmeier von der Roding Automobile GmbH bei der Förderbescheidsübergabe auf: Das innovative „Solarauto“ Sion wurde von der Gründerfirma Sono Motors entwickelt und bei dem bestehenden Unternehmen „Roding Automobile“ gebaut.

 

 

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