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Bahn muss wieder pünktlich werden – Landrat Franz Löffler lässt nicht locker

19.01.2018

Landrat Franz Löffler hat die untragbaren Zustände in Verbindung mit der Fahrplanänderung der ALEX-Züge und die damit verbundene augenblickliche Verärgerung der Menschen in der Region auf höchster Ebene beim dafür zuständigen Innenministerium angesprochen.

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 „Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Lösungen. Der ÖPNV erleidet derzeit einen Imageverlust“, so der Landrat.

Auf Initiative von Landrat Franz Löffler haben sich deshalb am 15. Januar neben Herrn Staatssekretär Gerhard Eck auch die Vertreter der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), Geschäftsführer Thomas Prechtl, der Obersten Baubehörde, Hermann Grillberger und der Geschäftsführer der Länderbahn, Gerhard Knöbel, im Innenministerium zu einem klärenden Gespräch getroffen.

Die konkrete Frage von Landrat Franz Löffler, ob den der neue Fahrplan überhaupt machbar sei, wurde von allen Verantwortlichen ausdrücklich bejaht. Warum es dennoch zu Verspätungen komme, läge an einer Häufung von Vorfällen, welche mittlerweile teilweise abgestellt seien oder noch abgestellt werden, so die BEG. So gab es gleich zu Beginn der Fahrplanumstellung am 10.12.2018 vier sogenannte „Langsamfahrstellen“, die teilweise mit erheblich geminderter Geschwindigkeit durchfahren werden mussten. Die letzte dieser Langsamfahrstellen (bei Pechbrunn mit 20 km/h statt 140 km/h) wird am 21. Januar aufgehoben.

„Nachdem die angegebenen Gründe für die Verspätungen – dazu gehören auch defekte Lokomotiven – in Kürze wegfallen, müssen sich die Verantwortlichen von BEG und Länderbahn an ihren Aussagen messen lassen“, stellte Franz Löffler fordernd fest. Es gelte nun, verloren gegangenes Vertrauen von den Bürgerinnen und Bürgern zurückzugewinnen. Dabei bewertet der Landrat die aktuelle Pünktlichkeit des ALEX-Verkehrs, welche derzeit bei ca. 90 % und somit über den alten Werten von durchschnittlich 82 % liegt, lediglich als Zwischenschritt.

„Eine aktuelle durchschnittliche Pünktlichkeitsquote von 90 % ist dennoch kein akzeptabler Maßstab, weder für mich, noch für die Menschen, die täglich auf einen funktionierenden und verlässlichen Bahnverkehr angewiesen sind. Der Anspruch der Bürgerinnen und Bürger, dass der bayernweite Wert von 95 % Pünktlichkeit im Minimum erfüllt, oder am besten übertroffen wird, muss das Ziel aller Handelnden sein. Deshalb werde ich definitiv nachhaken, sollte sich die Situation in zwei Wochen nicht merklich bessern.“, betont Landrat Löffler

Zur generellen Fahrplanstabilisierung bei der Oberpfalzbahn wurden bei dem Termin folgende Fahrplankorrekturen besprochen, welche nach den Faschingsferien zum 19. Februar umgesetzt werden. Diese Maßnahmen dienen vor allem der Stabilisierung des Schülerverkehrs. Der morgendliche Schülerzug ab Lam (OPB 79796) verkehrt um 5 Minuten früher und somit wieder in der alten Zeitlage vor dem Fahrplanwechsel. Die morgendliche Linie Schwandorf – Cham – Lam (OPB 79793, um 6.26 Uhr Abfahrt Schwandorf, Ankunft Lam 8.27 Uhr) wird zukünftig aufgegeben und wieder getrennt. „Somit ist die pünktliche Abfahrt des Schülerzugs von Cham nach Bad Kötzting gewährleistet“, stellte Landrat Franz Löffler abschließend fest.

 

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