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Ausstellung „Béatrice Dreux - Ilona Kálnoky. Malerei und Skulptur“

07.02.2018

Ausstellung Städtische Galerie Cordonhaus Cham vom 4. Februar bis 8. April 2018


„Béatrice Dreux - Ilona Kálnoky. Malerei und Skulptur“
04.02. - 08.04.2018
Eine Kooperation mit dem Traklhaus Salzburg

Unter dem Titel „Malerei und Skulptur“ sind die beiden Österreicherinnen Béatrice Dreux und Ilona Kálnoky mit aktuellen Werken zu Gast in der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham. So unterschiedlich ihr Werk auf den ersten Blick erscheint, so ähnlich ist die Herangehensweise sich ihrem künstlerischen Medium konzentriert und ausdrucksstark zu widmen.
 
Béatrice Dreux begibt sich inhaltlich und formal in Bildwelten, die auf den Betrachter vertraut und im gleichen Moment befremdlich wirken können. Sie bedient sich einer Motivik, die nicht unserem täglichen Umfeld entspringt, sondern malt eine Welt herbei, die mit großem Ruf nach Freiheit unsere Sehgewohnheiten und damit Grenzen gesellschaftlicher Normen überschreitet. Allen Phasen ihrer Malerei ist eines gemein, Dreux malt radikal, lässt sich nicht beirren von marktfähigen Trends und entwickelt außerordentliche Bilder von lebensbejahendem Ausdruck. Ihre Bildsprache ist zumeist ursprünglichen Themen entlehnt wie der Natur und, besonders in den letzten Jahren, der Prähistorischen- und Volkskunst. Vielleicht verändert sich mit diesen Bildern auch ihr Blick auf die Welt. Denn wenn wir heutzutage von Bildern des Alltags überflutet in eine ganz andere Bildwelt entführt werden, kann ein fokussiert historischer Rückblick mit den Mitteln zeitgenössischer Malerei erfrischend bereichernd sein. Béatrice Dreux, 1972 in Versailles geboren, studierte an der Hochschule für angewandte Kunst und an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo sie lebt und arbeitet.

Ebenso radikal wenn auch mit ganz anderen Mitteln lotet Ilona Kálnoky dreidimensionale Formen, Formverbindungen und Materialien aus. Durch Handlungsexperimente hat sie in der Vergangenheit einfachste Materialien wie Schaumstoff, Sand, Salz, Beton oder Plexiglas gequetscht, geschüttet, gestapelt oder gerollt und sich - wie Heinz Stahlhut es in diesem Jahr bezeichnete - eine "plastische Enzyklopädie" entwickelt. Austariert werden Veränderungen von Aggregatszuständen und dynamische Prozesse, die durch die natürliche Schwerkraft angestoßen werden. Damit nimmt die Handlung des Formens, die dem Prinzip des geplanten Zufalls folgt, einen wichtigen Teil im Werkprozess von Ilona Kálnoky ein. Für die Ausstellungen in Salzburg und Cham hat sie neue Keramiken produziert, unglasierte halbrunde und kleinere in Schichten angelegte Objekte in der Technik des Grubenbrandes. Zudem präsentiert die Künstlerin eine Auswahl ihrer sogenannten "sculpture sketches" erstmals im Original. 30 kleine Objekte aus verschiedenen Materialien, 22 davon in einer Regal-Konstruktion ebenso ideenreich wie die Einzelobjekte zu einem Gesamtwerk komponiert. Ilona Kálnoky, 1968 in der Steiermark geboren, lebt seit ihrem Studium an der Akademie Weissensee in Berlin 

Zur Ausstellung erscheinen zwei Kataloge:
„Béatrice Dreux. Humanimali“
Mit einem Gespräch mit Andreas Schulze, Düsseldorf 2017
Verlag für moderne Kunst, ISBN 978-3-903228-40-5

„Ilona Kálnoky. Mischskulpturen“
Mit einem Text von Heinz Stahlhut
ISBN 978-3-00-058924-9


Der besondere Tipp!
Sonntag 11. März 2018, 14 Uhr
Kuratorenführung mit Anjalie Chaubal, Leiterin der Museen und Galerien der Stadt Cham

Städtische Galerie Cordonhaus Cham
Propsteistraße 46, 93413 Cham, Tel. 09971 8579-420, cordonhaus@cham.de
www.cordonhaus-cham.de

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Sonntag und Feiertage: 14.00 Uhr – 17.00 Uhr
Donnerstag: 14.00 Uhr – 19.00 Uhr 
Für Gruppen auch nach Vereinbarung.
Eintritt frei!
geschlossen 30.03.18 (Karfreitag) | geöffnet 01.04.2018 (Ostersonntag), 02.04.2018 (Ostermontag)

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