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Eva Ertl – Anne Pincus „Blicklichtung“

30.10.2018

Städt. Cordonhaus Cham 21. Oktober – 25. November 2018

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Eva_Ertl_Dickicht_2016,_Kreide_und_Kohle_auf_Aquarellpapier_Foto_Cordonhaus_Cham.jpg

Eva Ertl – Anne Pincus „Blicklichtung“

Ausstellung in der Städtische Galerie Cordonhaus Cham
21. Oktober – 25. November 2018

Gemeinsam präsentieren Eva Ertl und Anne Pincus
unter dem Titel „Blicklichtung“ in der Städtischen Galerie
Cordonhaus Cham eine umfangreiche Auswahl
an rund 50 Malereien und Zeichnungen.

Eva Ertl zeigt in ihren Zeichnungen Motive, die uns täglich umgeben, auch solche, die normalerweise unbemerkt oder unbeachtet bleiben, jedoch manchmal buchstäblich „in neuem Licht“. Komplizierte, unüberschaubare Strukturen, Spiegelungen, Dunkelheit, Nacht - oder Nahaufnahmen lassen Natur, Bäume, Wasser, auch Stadträume und Objekte vertraut und doch überraschend, verwirrend, undurchschaubar - manchmal entrückt oder fast fantastisch erscheinen. Durch die durchgängige feine Struktur erhalten die Bilder eine besondere Anmutung, so dass sie manchmal sogar an Stoffe erinnern. Eindrücklich sind die meist mit Kohle oder Kreide gezeichneten Bilder auch durch die teils sehr großen Formate, wie die mit 230 x 150 cm größte gezeigte Zeichnung.

Die Malerei von Anne Pincus beschäftigt sich mit unserer Wahrnehmung der natürlichen Umwelt wobei sie durch Reduktion des Überflüssigen das Wesentliche aufzeigt. Das Mittel der Unschärfe in einigen Bildern dient dazu, den Betrachter miteinzubeziehen in eine organische aber nicht unbedingt sofort erkennbare Welt. Damit wird die eigene subjektive Wahrnehmungsweise geschärft und bewusst gemacht. Ihre Bilder, hauptsächlich gemalt in Öl, mit der dadurch möglichen Wirkung tiefer Farbtöne und sanften Übergänge, wirken sehr still und ruhig. Die Orte, die die Künstlerin auswählt sind meistens einsam und menschenleer – vereiste Wasserfälle, die wie Unterwasserlandschaften wirken; oder die Sogwirkung dunkler Wälder, wie wir sie besonders aus der deutschen Kulturgeschichte kennen: Wald als Symbol für das Unbewusste, einladender Wald, unheimlicher Wald. Die Künstlerin beschäftigt sich besonders mit den Empfindungen im Wald und der Faszination, die der Mikrokosmos in uns auslöst. Die zum Teil unerkennbaren Strukturen - auch auf kleinen Holztafeln gemalt - lassen sich nicht sofort einordnen und werfen dadurch Fragen auf.

Städtische Galerie Cordonhaus Cham
Propsteistr. 46, 93413 Cham, T. 09971/8579-420
www.cordonhaus-cham.de

Eintritt frei

Geöffnet: Mi–So/Feiertage 14-17 Uhr, Do 14-19 Uhr
1. November (Allerheiligen) geschlossen

Für Gruppen auch nach Vereinbarung

Sonntag, 18. Nov. 2018 um 14 Uhr Führung durch die Ausstellung mit Anjalie Chaubal

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